Luchs, Wolf und Bär kehren zurück
Bilder aus Fotofallen und einzelne Spuren belegen es: Die drei Beutegreifer werden in Österreich wieder heimisch. Doch ihr Überleben hängt am seidenen Faden.

Foto © APA
Zu Gesicht hat die scheuen Tiere bisher kaum jemand bekommen. Nur Bilder aus Fotofallen und die Auswertung von Spuren bezeugen es: Die "großen drei" - Bär, Luchs und Wolf - erobern Stück für Stück ihren früheren Lebensraum wieder zurück. Ob sie es allerdings schaffen werden, nach ihrem Aussterben vor 150 Jahren noch einmal in Österreich sesshaft zu werden, ist fraglich.
Abhängig ist das laut Christian Pichler vom WWF von einem Faktor: "Der Akzeptanz der Menschen. Wenn wir sagen, diese Tiere haben ein angestammtes Recht darauf, bei uns zu leben, werden wir auch die nötigen Maßnahmen setzen." Wie das in den Nachbarländern Slowenien, Italien und Deutschland bereits bestens funktioniere.
Doch was spricht dafür, dass sich die drei großen Beutegreifer wieder in Österreich ansiedeln? "Wir wollen ein intaktes Ökosystem, und da gehören diese Arten dazu, die immer bei uns gelebt haben. Sie halten das Wild fit, indem ältere und kranke Tiere gejagt werden, und sie machen es wieder scheuer", so Pichler. Außerdem wären vereinzelte Risse von Schafen heute nicht mehr existenzbedrohend.
Wenig lässt sich über den derzeitigen Bestand sagen, dazu fehlt ein flächendeckendes Monitoring. Zudem ist Österreich eher ein Durchzugsland für Luchs, Wolf und Bär. Die Population ist (noch) klein - und für den Menschen ungefährlich. Wölfe und Luchse ergreifen im Fall einer Begegnung von sich aus die Flucht. Bei Bären gilt: "Ruhig stehen bleiben und im Zweifelsfall auf den Boden legen und tot stellen."












