Nun droht Gelsenplage
Lacken nach Hochwasser als Brutstätten.

Foto © FotoliaDen Gelsen ist das Wetter zuträglich, während die Nacktschnecken ausbleiben
GRAZ. Was den Bienen heuer missfiel, ist für andere Insekten nahezu perfekt: Das feucht-warme Wetter bietet den Gelsen ideale Bedingungen. Besonders in der Obersteiermark könnte im Laufe des August eine regelrechte Gelsenplage ausbrechen. Der Grund: Im Mur- und Ennstal haben die Unwetter der vergangenen Wochen zahlreiche größere und kleinere Lacken hinterlassen, die sich den lästigen Insekten nun als Brutstätten anbieten. "In diesen Tümpeln sind bereits Millionen von Larven, die in den nächsten Wochen schlüpfen werden", sagt Gerhard Schmidhofer vom Naturschutzbund.
Während sich die Gartenbesitzer schon auf surrende Nächte einstellen, können sie sich gleichzeitig über das Ausbleiben eines anderen Gasts freuen: Die roten Nacktschnecken, die sonst ganze Salatbeete kahl fressen, sind heuer nur selten anzutreffen. "Möglich wäre, dass die Schnecken beim Überwintern erfroren sind. Da können wenige eiskalte Tage reichen, wenn es keine Schneedecke gibt", sagt Johannes Gepp vom Grazer Institut für Naturschutz. Zudem könnte der späte Start der Winterkälte im Vorjahr dafür gesorgt haben, dass die natürlichen Feinde der Schnecken im Herbst länger aktiv waren.











