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Zuletzt aktualisiert: 24.04.2012 um 20:18 UhrKommentare

Bär plünderte Bienenstöcke im Bezirk Murau

Im Raum Predlitz hat sich ein Bär nach dem Winterschlaf mit Bienenbrut gestärkt. Imker erreichte eine Warnung, Bärenhaare werden analysiert.

Helmut Klauber, Ehemann von Imkerin Hilde KLauber, mit Spaziergänger Peter Vockenberger, welcher die umgedrehten Bienenstöcke entdeckt hat: Nach dem Winterschlaf haben die Zotteltiere bärigen Hunger auf pures Eiweiß

Foto © KlauberHelmut Klauber, Ehemann von Imkerin Hilde KLauber, mit Spaziergänger Peter Vockenberger, welcher die umgedrehten Bienenstöcke entdeckt hat: Nach dem Winterschlaf haben die Zotteltiere bärigen Hunger auf pures Eiweiß

Sapperlot aber auch, Meister Schleckermaul erwacht aus seinem Winterschlaf und hat bärigen Hunger. Eiweiß muss her, am liebsten aus dem Bienenstock: So geschehen dieser Tage im Raum Predlitz, wo ein Bär sich an der Brut von Imkerin Hilde Klauber gütlich tat. Vier Stöcke hat er förmlich übergedreht, die Waben in den Wald getragen, den Rest auf der Wiese verteilt. "In unserem Umkreis ist das noch nie vorgekommen", seufzt Klauber, bekannt als Obfrau des ländlichen Kleinhandwerkvereins Holzkistl. Dort gibt es ihn, den klebrigen Genuss - Löwenzahn, Himbeer und Almrose. Eben ist sie dabei, Mittelwände für frischen Wabenbau zu installieren.

Ein Spaziergänger hatte die Klaubers auf das Werk des zotteligen Wüterichs aufmerksam gemacht, welcher bloß seine Haare am Stacheldrahtzaun hinterließ. Die analysiert nun die Landesjägerschaft: War es ein Braunbär, ein großer, kleiner? War er nur auf der Durchreise? Helmut Klauber, selbst Jäger, vermutet einen recht starken Kerl, den Abdrücken auf den Waben nach zu schließen. Und wegen seines Hungers: Einen verunfallten Rehbock hat er sich nämlich auch gleich geholt. "Spannend, wenn ein Bär im Revier ist", würde Klauber gerne einmal einen live zu Gesicht bekommen. Den Stand schützt vorerst ein Elektrozaun, die Imker im Murtal erreichte per E-Mail eine Warnung.

Muraus Bezirksobmann Wolfgang Moder weiß, das Ereignis ist in unserer Gegend nicht alltäglich, aber auch nicht auszuschließen. An den Pelz will dem bärigen Freund aber niemand - zu schützenswert sind hierzulande die wilden Tiere.

BETTINA OBERRAINER

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