Orang-Utan-Wald brennt
Eine der letzten Zufluchten für Orang-Utans auf Sumatra ist gefährdet: Im Torfsumpfwald in Tripa wütet seit Wochen ein Feuer.

Foto © ReutersVom Aussterben bedroht: die Orang-Utans auf Sumatra
Das Wort Orang-Utan setzt sich aus dem Malaiischen und Indonesischen zusammen und bedeutet so viel wie "Person des Waldes". Doch ohne Wald gibt es auch keine "Person". Seit Wochen brennt es im Torfsumpfwald Tripa an der Westküste der indonesischen Insel Sumatra.
Laut Umweltschutzorganisationen soll es mehr als hundert Brandherde geben. Tripa ist einer der letzten Torfsumpfwälder in Sumatra und gehört zu einem unter Naturschutz stehenden Ökosystem. Doch in den vergangenen Jahren mussten laut der Naturschutzorganisation "Rettet den Regenwald" bereits drei Viertel des geschützten Tripa-Waldes Palmölplantagen weichen. Einer der Hauptakteure ist die Palmölfirma PT Kallista Alam, die eine offizielle Genehmigung zum Abholzen erhalten hat, obwohl eigentlich ein zweijähriges Moratorium für Rodungen besteht. Umweltschützer sind überzeugt, dass die derzeit schwelenden Brände von Menschen gelegt wurden: Wenn der Wald einmal zerstört ist, können sich die Firmen zurücklehnen und sagen: "Hier ist nichts Schützenswertes mehr." Indonesien sei kurz davor, dem Tripa-Wald den Todesstoß zu versetzen. Damit haben die Orang-Utans keine Lebensgrundlage mehr. Insgesamt gibt es ohnehin nur noch rund 6600 Menschenaffen auf Sumatra.











