Tiere als Weihnachtsgeschenk nur bedingt tauglich
Tierschützer warnen: Wer einen Welpen verschenken will, sollte auf die Herkunft schauen. Nicht zu vergessen ist auch die Verantwortung für ein lebendes Präsent.

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Sie sind putzig und wer kann treuherzigen Welpenaugen schon widerstehen? Oft gewünscht, sind Tiere als Weihnachtsgeschenk allerdings nur bedingt tauglich. Denn es gibt mehr zu überlegen als die Frage, ob der Beschenkte damit Freude hat. "Bei der Anschaffung sollte man besonders aufpassen und sich gut informieren, denn Welpen, die billig im Internet oder über Zeitungsinserate angeboten werden, stammen oft aus osteuropäischen Massenzuchtanlagen", warnt Andrea Swift, Geschäftsführerin des Vereins Pfotenhilfe.
Mit der EU-Erweiterung sei der illegale Welpenhandel drastisch angestiegen. Durch Zwischenhändler gelangen die Hundewelpen von Massenzuchtanlagen in Osteuropa nach Österreich, so die Tierschützer. Oft kommen sie völlig geschwächt, unterernährt und krank an. Viele von ihnen wurden zu früh von der Mutter getrennt und überleben den Transport nicht.
"Kaufen Sie keine Welpen mit ungeklärter Herkunft", sagt Swift. Achten solle man vor allem auf "Züchter", die im Internet mehrere Hunderassen anbieten. Oft versteckten sich dahinter skrupellose Geschäftsleute.
Verantwortung
Doch auch wenn die Herkunft geklärt ist, kann das lebende Weihnachtsgeschenk zuvor nicht bedachte Folgen haben: Es bedeutet schließlich langjährige Verantwortung für ein Lebewesen. Daher ist es wichtig, sich genau über die Bedürfnisse und Verhaltensweisen des gewünschten Tieres zu informieren. Nachdenken sollte man auch darüber, ob Hund, Katze oder ein anderes Haustier überhaupt in die Familie passt - und die artgerechte Haltung mit dem Lebensstil vereinbart werden kann. Gerade bei Hunden spielt laut Pfotenhilfe auch eine Rolle, dass die verschiedenen Rassen in ihrem Wesen sehr unterschiedlich sind.
Dazu kommt, dass an den Weihnachtstagen meist viel Trubel herrscht. "Zum Eingewöhnen eines Hundes ist diese Zeit ungeeignet", sagt Swift. Wichtig wäre viel Ruhe, Geduld und Verständnis, damit eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Mensch und Tier aufgebaut werden kann. Der Hund könnte sonst gestresst reagieren, was die neuen Besitzer oft überfordere.
Letzteres führt in einigen Fällen dazu, dass die angeschafften neuen Lieblingen plötzlich lästig werden. Dann landen sie erst wieder in einem, oft überfüllten, Tierheim. Oder werden sogar einfach ausgesetzt.












