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Zuletzt aktualisiert: 11.10.2011 um 12:55 UhrKommentare

Yeti als Gästemagnet: "Beweise" in Sibirien gefunden

Die sibirische Region Kemerowo ist vor allem für den Bergbau bekannt. Doch seit einigen Jahren wird hier intensiv nach der Existenz des Yeti geforscht. Das soll nicht nur für wissenschaftliches Renommee sorgen, sondern auch Touristen nach Sibirien ziehen.

Lebt der Yeti in Sibirien?

Foto © © Werner Dreblow - Fotolia.comLebt der Yeti in Sibirien?

Die umstrittene Existenz des sagenumwobenen Yeti-Menschen ist zumindest nach Ansicht einer russischen Regionsverwaltung bewiesen: Fußabdrücke und möglicherweise sogar Haarreste von Yetis seien auf einer Forschungsreise durch abseits gelegene Berge gefunden worden, erklärte am Montag die Verwaltungsbehörde der sibirischen Region Kemerowo auf ihrer Homepage. Die Bergbau-Region Kemerowo geht dem Yeti seit einigen Jahren nach, um den Tourismus anzukurbeln.

Zu der Expedition seien Teilnehmer aus den USA, Kanada und anderen Ländern eingeladen gewesen. Die Forscher fanden den Angaben zufolge "seine Fußabdrücke, seine mutmaßliche Schlafstätte und verschiedene Markierungen, mit denen der Yeti sein Revier kennzeichnet".

Die gesammelten "Artefakte" würden zu 95 Prozent beweisen, dass der Yeti in der Region lebt, betonte die Behörde. Die "unwiderlegbaren Beweise" für die Yeti-Existenz sollen nun in einem Labor genauer untersucht werden.

Der Yeti ist Erzählungen zufolge ein haariges Wesen, das vor allem im Himalaya wohnen soll. Viele Russen glauben aber, dass der "Schneemann" auch in einigen Regionen Sibiriens vorkommt. Anerkannte Beweise für die Existenz des Yetis gibt es bisher nicht.

Sibirische Yetis sind scheu

Den Forschern ist es auch nicht gelungen, den Yeti zu sichten. "Russische Yetis sind eben scheuer als etwa der Bigfoot in Amerika", sagte der Forscher Igor Burzew am Sonntag. Er hatte in der Stadt Taschtagol, rund 3.200 Kilometer östlich von Moskau, die mehrtägige Konferenz mit Wissenschaftlern aus sieben Ländern geleitet.

Die Expertenrunde, die ihre Forschungen ernst nimmt, will nicht aufgeben. "Ich habe keine Zweifel: In dieser Region gibt es Yetis", sagte der Profi-Boxer Nikolai Walujew, Ehrengast einer kürzlich abgehaltenen Yeti-Konferenz.

Yankee-Yeti bekommt Truthahn

Zum Abschluss der Tagung berichtete die Amerikanerin Robin Linn aus dem US-Staat Michigan von eigenen "Yeti-Sichtungen". Jedes Jahr an Weihnachten brate sie gleich zwei Truthähne: "Einen für meine Familie, den anderen stelle ich hinaus für den Yeti. Am nächsten Morgen ist der Braten weg." Wie in Russland seien aber auch in den USA Filmaufnahmen des Wesens schwer möglich, betonten die Experten. Der Yeti könne eine Kamera "erfühlen" und mache sich rechtzeitig davon.

In einem Leitantrag sprachen sich die Konferenz-Teilnehmer für die Einrichtung eines Lehrstuhls zur Yeti-Forschung an der Universität des Gebiets Kemerowo aus, in dem Taschtagol liegt. Die Kommunalverwaltung hatte wiederholt betont, dass sie Schneemenschen auf ihrem Gebiet nicht ausschließe. Die Legende des Yeti ist viele Jahrzehnte alt. Seriöse Beweise für die Existenz eines solchen Wesens gibt es aber nicht. "Es gibt wenig Abwechslung in Sibirien - das sorgt offenbar für blühende Fantasie", schrieb jüngst eine Zeitung.


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