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Zuletzt aktualisiert: 08.08.2011 um 05:55 UhrKommentare

Hundeführerschein: Keine Einigung in Sicht

Die steirische Landespolitik kann sich nicht auf ein Führerscheinmodell für Hundehalter einigen. Im Herbst wird eine neuer Versuch gestartet.

Spielgefährte oder Gefährdung? Die Hunde und ihre Halter bereiten der Landespolitik wieder Kopfzerbrechen. Hundeführerschein? Fehlanzeige

Foto © Carola Schubbel - Fotolia Spielgefährte oder Gefährdung? Die Hunde und ihre Halter bereiten der Landespolitik wieder Kopfzerbrechen. Hundeführerschein? Fehlanzeige

Während Wien sich mehr als 2700 "Hundeführschein"-Inhaber rühmt und die Gangart gegen alle "Kampfhunde" verschärft, hört man diesbezüglich im Steirerland nichts. Statt dessen sorgte zuletzt Vierbeiner "Mozart" für Aufsehen: Der 43 Kilogramm schwere Rottweiler biss eine ehrenamtliche Tierheimhelferin und verletzte sie schwer. Prompt kündigt die Landespolitik an, den Hundeführerschein einführen zu wollen. Nicht zum ersten Mal.

Im Mai war man noch guter Dinge, einen Kompromiss gefunden zu haben. Gemeinden sollten höhere Hundeabgaben einheben dürfen. Im Gegenzug hätten Hundehalter, die einen entsprechenden Kurs nachweisen können, weniger Abgaben gezahlt. Doch dieser Vorschlag aus dem ÖVP-Klub (Obmann Christopher Drexler) scheiterte nicht zuletzt am Widerstand von ÖVP-Veterinärlandesrat Hans Seitinger. "Wir wollten ein Anreizsystem mit wenig Verwaltungsaufwand. Seitinger versteift sich aber auf eine verpflichtende Ausbildung der Hundehalter", grollt mancher im Klub.

Seitingers Stellungnahme: "Für Hundebesitzer gilt, sich umfangreiches Wissen über das Tier anzueignen und vor allem auch die entsprechende Verantwortung zu übernehmen." Er plädiert für eine "raschestmögliche Umsetzung des Hundeführerscheins".

"Nicht freikaufen"

Da ist man sich mit der SPÖ einig. Nur gefällt Klubobmann Walter Kröpfl das Anreizsystem nicht: "Hundehalter sollen sich nicht freikaufen können." Ihm wäre eine Ausbildung aller Hundehalter lieber. "Die politische Entscheidung fällt im Herbst."

Die FPÖ wiederum tritt für den verpflichtenden Hundeführerschein ein. "Ab einem bestimmten Körpergewicht für alle Hunderassen", ergänzt Abgeordneter Hannes Amesbauer. Ausnahmen sollte es für jene geben, die einen Hundeabrichtekurs erfolgreich absolviert haben.

THOMAS ROSSACHER

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