Neues Team präsentiert Zukunftspläne
Einen Ausblick auf zukünftige Projekte gab das neue Team unter der Leitung von Andrew Solomon: Dokus über die Tierwelt Namibias sind ebenso geplant wie über den Lainzer Tiergarten oder eine 3-D-Produktion über die Insekten.

Foto © APA/ORFDer neuesten Stand an naturwissenschaftlichen Erkenntnissen über die einzelnen Sinne wird in einer dreiteiligen Reihe präsentiert
Nach den Personalrochaden bei "Universum" soll die ORF-Reihe "praktisch nahtlos" weitergehen. "Es ist seit 23 Jahren eine der wichtigsten und erfolgreichsten Marken des ORF", betonte Generaldirektor Alexander Wrabetz heute, Montag, bei einem Pressegespräch. Der neue "Universum"-Chef Andrew Solomon stellte sein derzeit vierköpfiges Team sowie erste Projekte zu Tierwelt, Technik und Spieltrieb vor. "Bisher bin ich bei den Produzenten auf große Begeisterung und Bereitschaft gestoßen", resümierte er über seine beiden ersten Monate im Amt.
Neben Solomon selbst sind "Wettlauf zum Südpol"-Macher Tom Matzek, die "erfahrende Dokumentaristin" Eva Gressel, der langjährige ORF-Redakteur Franz Fuchs sowie als Assistentin Birgit Weber für die neuen "Universum"-Folgen am Werk. "Es war nicht schwer, so kurzfristig ein neues Team zusammenzustellen", berichtete ORF-Wissenschaftsleiter Gerhard Klein. "Es wollten sehr, sehr viele dabei sein. Es war eher schwierig, nein zu sagen." Die Kür Solomons sei sowohl im ORF als auch bei internationalen Partnern "sehr gut aufgenommen" worden. "Mit Andrew kann man sich nicht nur über Tiere und Technik unterhalten, sondern auch über Shakespeare und Brecht", lobte Klein. Dies wirke sich auch auf das Storytelling in seiner Doku-Arbeit aus.
"Story, Emotion, Rätsel, persönliche Geschichten und auch viel Humor", möchte Solomon in seiner neuen Linie "zusätzlich" zum gewohnten Hochglanz liefern. Bei der Donnerstags-Ausgabe soll außerdem der Mensch mehr im Zentrum stehen. Zu den Zukunftsprojekten, die allerdings erst 2012 oder 2013 ausgestrahlt werden, zählen neben Dokus über die Tierwelt in Namibia, in Shangri La oder im Lainzer Tiergarten auch Untersuchungen zu den Sinnen, zu den dunkelsten und hellsten Orten der Welt, zum Spiel bei Mensch und Tier sowie über zu den historischen Figuren hinter der Legende von "Die Schöne und das Biest". In 3D werden "Kleine Monster" aus der Insektenwelt herangezoomt.
Mit durchschnittlich 591.000 Sehern und 21 Prozent Marktanteil ist "Universum" heuer "sehr stark gestartet", so Wrabetz. Vor allem die Ausgabe über die Wölfe im Tschernobyl-Sperrgebiet habe mit 740.000 Zuschauern dazu beigetragen. Für "das Beste, was es im Bereich der Naturdokumentationen international gibt" wolle der ORF seine "Stellung als Produzent" halten und "erster Ansprechpartner für die sehr erfolgreiche österreichische Produzentenszene bleiben". Auch eine Zusammenarbeit mit der Produktionsfirma von Ex-"Universum"-Chef Walter Köhler, der den ORF mit einem Großteil seines Teams Richtung Servus TV verlassen hatte, sei durchaus möglich, so Klein. "Im Moment sehen wir da keinen Vorteil - aber vielleicht ergibt es sich."











