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Zuletzt aktualisiert: 14.12.2008 um 18:50 UhrKommentare

Noch kein "First Dog" fürs Weiße Haus gefunden

Wenige Wochen vor der Amtseinführung von Barack Obama bewegt die USA immer noch eine Frage: Welcher Hund wird sich zum Präsidenten und seiner Familie ins Weiße Haus gesellen?

Zumindest Vize Joe Biden hat seinen Hund bereits gefunden

Foto © APZumindest Vize Joe Biden hat seinen Hund bereits gefunden

Obama hatte seinen beiden Töchtern Sasha und Malia bereits am Wahlabend den heiß ersehnten Welpen versprochen. Doch eine Entscheidung ist offenbar noch nicht gefallen - wofür wohl in erster Linie die Allergie der zehnjährigen Malia verantwortlich sein dürfte. An guten Ratschlägen von Hundekennern und Tierliebhabern mangelt es jedenfalls nicht.

Das "Haar-Problem". "Es geht nicht um die Rasse und auch nicht um die Herkunft", sagt die Verhaltensforscherin Patricia McConnell, die eine Tiersendung im Radio moderiert. Die Obamas müssten mit gutem Beispiel vorangehen, indem sie einen Hund aufgrund seiner Verhaltensmerkmale und seiner guten körperlichen Verfassung auswählen, und zwar aus "zuverlässiger und verantwortungsvoller" Hand, sagte McConnell. Wegen Malias Allergie kommt ohnehin nur ein Hund in Frage, der möglichst nicht haart. Ausgeschlossen wäre damit beispielsweise ein Deutscher Schäferhund, für den sich der künftige Vizepräsident Joe Biden entschieden hat.

Schwere Entscheidung. Ein anderer Hundefachmann verweist auf die Lebensumstände der First Family. Da die Obamas viel zu tun hätten und oft unterwegs seien, könnten sie wohl nicht genug Zeit entbehren, um sich mit einem energiegeladenen Hund ausreichend zu beschäftigen, sagt Cesar Millan, Moderator der Fernsehsendung "Der Hundeflüsterer". Außerdem habe die Familie noch keine Erfahrung in der Hundeerziehung. Das werde das Tier sicherlich ausnützen.

Temerament statt Aussehen. Auch das Treiben im Weißen Haus ist nicht die Sache eines jeden Hundes. Ein "First Dog" muss daher gut erzogen, von Natur aus gesellig und der Hektik gewachsen sein. Das Temperament sei wichtiger als das Aussehen, sagt Jack Volhard, ein professioneller Hundetrainer aus Virginia. Er empfiehlt daher, sich einen Wurf genau anzusehen, wenn die kleinen Hunde sieben oder acht Wochen alt sind: "Welche Welpen kommen zu den Kindern, sind sie ruhig, sind sie nicht zu aufgeregt?"

Der Boom ist sicher. Dieser Aspekt widerspricht dem ursprünglichen Ansinnen der Obamas, einen Hund aus dem Tierheim zu holen. Oft sei die Vorgeschichte dieser Tiere unbekannt, mögliche Verhaltensauffälligkeiten träten erst später zutage, mahnen Experten. Unbedingt seien die Obamas in diesem Fall auf fachkundige Unterstützung angewiesen, rät Christopher Savage, Hundetrainer aus Cambridge im US-Staat New York. "Man kann einen wundervollen Hund aus dem Tierheim bekommen, und das ist großartig, aber man muss wirklich mit offenen Augen dorthin gehen", sagt Savage. Egal wie die Obamas sich entscheiden: Ihre Wahl könnte viele Amerikaner veranlassen, sich ein Tier derselben Rasse zuzulegen. Solch ein Boom gehe immer zu Lasten der Hunde, warnen Tierfreunde.


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