Japan: Kaninchen geklont
Nur noch 5.000 Amami-Kaninchen leben im Südwesten Japans. Wissenschafter wollen nun vom Aussterben bedrohte Kaninchen-Art retten.

Foto © APNoch ist ungewiss, ob das Klon-Experiment gelingen wird.
Japanische Wissenschafter haben nach eigenen
Angaben einen Embryo eines vom Aussterben bedrohten Kaninchens
geklont. Die Forscher pflanzten eine Zelle eines toten
Amami-Kaninchens in die Eizelle eines normalen Hasen ein, wie
Professor Yoshihiko Hosoi von der Kinki-Universität in Osaka am
Dienstag sagte.
Schwangerschaft. Nachdem sich das Ei zu einem geklonten Embryo entwickelt habe,
hätten die Forscher diesen in den Eileiter der Leihmutter eingesetzt.
In 30 Tagen werde die Leihmutter möglicherweise einen Hasen gebären,
der das Erbgut eines Amami-Hasen trage. Allerdings betrage die
Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft weniger als zehn Prozent.
Gefährdete Art. Die Amami- oder Ryukyu-Kaninchen (Pentalagus furnessi) kommen nur
auf zwei kleinen Inseln im Südwesten Japans vor. Sie gelten offiziell
als gefährdete Tierart. Schätzungen zufolge gibt es nur noch weniger
als 5.000 Amami-Kaninchen. Laut Hosoi kann das Experiment dazu
beitragen, vom Aussterben bedrohte Tiere zu retten. In Japan ist es
der erste Versuch dieser Art, weltweit gab es bisher nur wenige
ähnliche Experimente.











