Kärntens Hundebesitzer müssen "Schein" machen
Einfach nur einen Hund zu kaufen, dürfte bald nicht mehr gehen: Leumundszeugnis für neue Hundebesitzer und Hundekurs sind angedacht.
Unfälle mit Hunden ließen in den vergangenen Monaten den Ruf nach strengeren Auflagen für Hundebesitzer laut werden. Derzeit müssen sie in Kärnten kaum Auflagen erfüllen. Die Meldepflicht gehört dazu, ebenso die Verpflichtung, dass Hunde einen Chip implantiert haben müssen.
Mit Jahreswechsel. Geht es nach Uwe Scheuch (BZÖ), der auf Landesebene für den Tierschutz zuständig ist, kommt mit dem Jahreswechsel der Hundeführerschein. Die Idee wird von der ÖVP, der SPÖ und den Grünen unterstützt. "Aber über die Details werden wir noch viel diskutieren", sagt Rolf Holub, Landesvorstand der Grünen.
Aufklärungskurs. Scheuchs Modell vom Hundeführerschein beinhaltet einen Aufklärungskurs vor dem Hundekauf. Der künftige Hundebesitzer benötigt ein polizeiliches Führungszeugnis. "Damit schließen wir aus, dass jemand einen Hund kaufen darf, der wegen Körperverletzung oder Tierquälerei amtsbekannt ist", sagt Scheuch. Eine Haftpflicht-Versicherung soll verpflichtend werden, ebenso ein Kurs in der Hundeschule. Scheuch will die Meldepflicht optimieren.
Begrüßenswert. "Alles begrüßenswert. Nur frage ich mich, wer das alles kontrollieren soll", sagt Marina Zuzzi-Krebitz, Tierschutz-Ombudsfrau des Landes. Nicht alle Chips, die Hunde tragen, seien auf einen Besitzer registriert. Man könne auf der Straße nicht jeden Hund kontrollieren. Zuzzi-Krebitz: "Passt die Beziehung zwischen Hund und dem Halter, gibt es kein Problem."











