Live fast, die young: Chamäleons sterben nach brutalem Sex
Es gibt regionale Unterschiede, auf die man eigentlich getrost verzichten könnte: Eine Chamäleonart auf Madagaskar wird innerhalb von zwei Monaten geschlechtsreif, pflanzt sich fort und stirbt.

Foto © AP/Symbolfoto
Ein Chamäleon auf Madagaskar hat eine
einzigartige Lebensgeschichte: Es lebt nur ein Jahr und verbringt
davon auch noch die meiste Zeit im Ei. Die jungen Tiere entwickeln
sich darin zunächst acht bis neun Monate lang.
Schnelle "Pubertät".
Plötzlich - zu Beginn
ihres aktiven Lebens im November - erscheine eine große Zahl frisch
geschlüpfter Chamäleons im trockenen Südwesten des Inselstaates,
berichten US-Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie für
Wissenschaften ("PNAS"; Bd. 105, S. 8980) vom Dienstag. Jüngere oder
ältere Tiere gebe es nicht.
Brutaler Sex.
Nach dem Schlüpfen wachsen die Reptilien schnell heran: Sie werden
innerhalb von zwei Monaten geschlechtsreif, pflanzen sich dann fort
und sterben bald darauf. Der Grund für den frühen Tod passt zur höchst originellen Lebensweise der Tiere. Grund für den schnellen und frühene Tod ist nämlich einzig und allein der brutale Sex zwischen den Partnern.
Einzigartige Lebensgeschichte.
Das Chamäleon namens Furcifer labordi habe
damit eine einzigartige Lebensgeschichte unter den vierbeinigen Wesen
auf der Erde, schreiben Cristopher Karsten von der Oklahoma State
University in Stillwater. Es gebe keinen anderen Vierbeiner, der sein
aktives Leben auf eine so kurze Zeit reduziert habe im Vergleich zur
langen Zeit im geschützten Ei. Eine solche Aufteilung sei eher bei
kurzlebigen Insekten üblich.











