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Zuletzt aktualisiert: 01.07.2008 um 09:18 UhrKommentare

Live fast, die young: Chamäleons sterben nach brutalem Sex

Es gibt regionale Unterschiede, auf die man eigentlich getrost verzichten könnte: Eine Chamäleonart auf Madagaskar wird innerhalb von zwei Monaten geschlechtsreif, pflanzt sich fort und stirbt.

Foto © AP/Symbolfoto

Ein Chamäleon auf Madagaskar hat eine einzigartige Lebensgeschichte: Es lebt nur ein Jahr und verbringt davon auch noch die meiste Zeit im Ei. Die jungen Tiere entwickeln sich darin zunächst acht bis neun Monate lang.

Schnelle "Pubertät". Plötzlich - zu Beginn ihres aktiven Lebens im November - erscheine eine große Zahl frisch geschlüpfter Chamäleons im trockenen Südwesten des Inselstaates, berichten US-Forscher in den "Proceedings" der US-Akademie für Wissenschaften ("PNAS"; Bd. 105, S. 8980) vom Dienstag. Jüngere oder ältere Tiere gebe es nicht.

Brutaler Sex. Nach dem Schlüpfen wachsen die Reptilien schnell heran: Sie werden innerhalb von zwei Monaten geschlechtsreif, pflanzen sich dann fort und sterben bald darauf. Der Grund für den frühen Tod passt zur höchst originellen Lebensweise der Tiere. Grund für den schnellen und frühene Tod ist nämlich einzig und allein der brutale Sex zwischen den Partnern.

Einzigartige Lebensgeschichte. Das Chamäleon namens Furcifer labordi habe damit eine einzigartige Lebensgeschichte unter den vierbeinigen Wesen auf der Erde, schreiben Cristopher Karsten von der Oklahoma State University in Stillwater. Es gebe keinen anderen Vierbeiner, der sein aktives Leben auf eine so kurze Zeit reduziert habe im Vergleich zur langen Zeit im geschützten Ei. Eine solche Aufteilung sei eher bei kurzlebigen Insekten üblich.


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