Drei Austro-Bartgeier wurden in Sardinien ausgewildert
Die drei "Österreicher" sind der Startschuss für die Wiederansiedlung der Bartgeier in. Das jahrelang vorbereitete Projekt ist aber höchst gefährdet: Jagdtouristen kommen im Herbst in Scharen nach Sardinien.

Foto © APAAusgepackt und angesiedelt: Die Bartgeier aus Österreich
Drei junge Bartgeier aus österreichischer Zucht sind
in Sardinien in die Wildnis entlassen worden - einer aus der
Zuchtstation Haringsee in Niederösterreich, einer aus dem Alpenzoo
Innsbruck und der dritte aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn. Die
Ankunft dieser ersten drei Vögel soll die Rückkehr der Bartgeier nach
Sardinien einleiten. Mittlerweile ist es 50 Jahre her, seit die Vögel
dort ausgestorben sind, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des
Tiergartens Schönbrunn.
Jahrelange Vorbereitung.
Die Wiederansiedlung wurde von der Foundation for the
Conservation of the Bearded Vulture" fünf
Jahre lang vorbereitet. Der Felsenhorst, in dem die drei Jungtiere
nun sitzen und warten, bis sie flügge geworden sind, liegt in der
Provinz Nuoro, in der Nähe von Orgosolo, dessen Bevölkerung voll
hinter dem Projekt stehe, wie in der Aussendung betont wurde.
Gefährliche Jagdtouristen.
Tiergarten-Kurator Herwig Pucher: "Die größte Gefahr geht von
Jagdtouristen aus, die im Herbst in Scharen auf Sardinien einfallen
und auf alles schießen, was sich bewegt." Eine weitere Gefährdung
bedeuten Giftköder, die ausgelegt werden, um die Füchse zu
dezimieren.
Features
Fakten
Die harmlosen Aasfresser wurden Ende des 19. Jahrhunderts in den
Alpen ausgerottet, da man glaubte, sie würden Lämmer und kleine
Kinder töten. Von diesem Unwissen rührt auch ihr früherer Name
"Lämmer-
geier". In den vergangenen 20 Jahren haben sich zahlreiche
Vereine und Organisationen um die Wiedereinbürgerung der Bartgeier
bemüht.











