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Zuletzt aktualisiert: 04.06.2008 um 11:45 UhrKommentare

Drei Austro-Bartgeier wurden in Sardinien ausgewildert

Die drei "Österreicher" sind der Startschuss für die Wiederansiedlung der Bartgeier in. Das jahrelang vorbereitete Projekt ist aber höchst gefährdet: Jagdtouristen kommen im Herbst in Scharen nach Sardinien.

Ausgepackt und angesiedelt: Die Bartgeier aus Österreich

Foto © APAAusgepackt und angesiedelt: Die Bartgeier aus Österreich

Drei junge Bartgeier aus österreichischer Zucht sind in Sardinien in die Wildnis entlassen worden - einer aus der Zuchtstation Haringsee in Niederösterreich, einer aus dem Alpenzoo Innsbruck und der dritte aus dem Wiener Tiergarten Schönbrunn. Die Ankunft dieser ersten drei Vögel soll die Rückkehr der Bartgeier nach Sardinien einleiten. Mittlerweile ist es 50 Jahre her, seit die Vögel dort ausgestorben sind, hieß es am Dienstag in einer Aussendung des Tiergartens Schönbrunn.

Jahrelange Vorbereitung. Die Wiederansiedlung wurde von der Foundation for the Conservation of the Bearded Vulture" fünf Jahre lang vorbereitet. Der Felsenhorst, in dem die drei Jungtiere nun sitzen und warten, bis sie flügge geworden sind, liegt in der Provinz Nuoro, in der Nähe von Orgosolo, dessen Bevölkerung voll hinter dem Projekt stehe, wie in der Aussendung betont wurde.

Gefährliche Jagdtouristen. Tiergarten-Kurator Herwig Pucher: "Die größte Gefahr geht von Jagdtouristen aus, die im Herbst in Scharen auf Sardinien einfallen und auf alles schießen, was sich bewegt." Eine weitere Gefährdung bedeuten Giftköder, die ausgelegt werden, um die Füchse zu dezimieren.


Fakten

Die harmlosen Aasfresser wurden Ende des 19. Jahrhunderts in den Alpen ausgerottet, da man glaubte, sie würden Lämmer und kleine Kinder töten. Von diesem Unwissen rührt auch ihr früherer Name "Lämmer-
geier"
. In den vergangenen 20 Jahren haben sich zahlreiche Vereine und Organisationen um die Wiedereinbürgerung der Bartgeier bemüht.



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Foto: KLZ: Jürgen Fuchs/Kathrin Reibnegger

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