Haie und Rochen bedroht: Atlantik wird zum "Toten Meer"
Die angeblich so gefährlichen Tiere sind selbst hochgradig bedroht: Vor allem die Überfischung setzt den Haien zu, geschützt werden sie allerdings nur bedingt.

Foto © APA/ORFHaie sind stark gefährdete Meeresbewohner
Mehr als ein Viertel der Haie, Rochen und
Chimären (Seekatzen) im Nordostatlantik vor den Küsten Europas ist
vom Aussterben bedroht. Das berichtete die Weltnaturschutzunion
(IUCN) am Montag in Gland bei Genf mit Verweis auf die neue Rote
Liste dieser Fischarten. Der Anteil der vom Aussterben bedrohten
Arten liegt demnach bei 26 Prozent, während weitere 20 Prozent stark
gefährdet sind. Diese zur Kategorie der Knorpelfische gehörenden
Tiere seien vor allem wegen Überfischung gefährdet. Sie werden häufig
auch zufällig als Beifang gefangen, erläuterte eine
IUCN-Mitarbeiterin.
Zu wenig Schutz.
Die Tiere seien vor den Küsten Europas mehr gefährdet als in
anderen Teilen der Welt, schreibt die Organisation. Dort gelten 18
Prozent als bedroht. So wachsen Haie und Rochen nur langsam, werden
erst später geschlechtsreif und bekommen nur wenig Nachwuchs. Das
macht sie bei Überfischungen besonders anfällig. Bisher gewähren nur
Großbritannien und Schweden und in begrenzter Form auch die EU und
Norwegen bestimmten Haien und Rochen Schutz. Da dies zu wenig sei,
müsse international gehandelt werden, fordert die Schutzorganisation.
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Fakten
Vor allem durch Literatur und Film hat der Hai seinen schlechten Ruf als mörde-
rischer Raubfisch. Laut Wikipedia kommen jährlich bis zu zehn Menschen durch Haiattacken ums Leben. Dem gegenüber stehen 200 Millionen getötete Haie weltweit (sechs Haie pro Sekunde), die aus den verschiedensten Gründen bejagt werden.












