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Zuletzt aktualisiert: 16.07.2012 um 10:00 UhrKommentare

Herbert Tichy: Das Leben als Reise

Zum 100. Geburtstag des Wiener Abenteurers und Bergsteigers Herbert Tichy hat der Tyrolia-Verlag ein Buch herausgegeben, das das außergewöhnliche Leben dieses Wanderers zwischen den Kontinenten beschreibt.

Herbert Tichy

Foto © Ausschnitt vom BuchcoverHerbert Tichy

Herbert Tichy (1912–1987) war gerade 21 Jahre jung, als er auf dem Sozius einer Puch 250 seine Heimatstadt Wien verließ, um gemeinsam mit dem Tiroler Max Reisch in einer mehr als abenteuerlichen Fahrt als Erste mit dem Motorrad nach Indien zu gelangen. Ihre Reise wurde legendär – und für Tichy der Beginn eines völlig unkonventionellen Lebensentwurfs, der im beständigen Unterwegssein und Wandern zwischen den Kulturen bestand.

1935 folgte seine zweite große Himalajareise, während der Tichy, als tibetischer Pilger verkleidet, u.a. den heiligen Berg Kailash umrundete. Sieben Jahre (1941–1948) verbrachte er in China, weitere Reisen führten ihn nach Alaska und in späteren Jahren nach Afrika. Im Jahr 1953 durchquerte er erstmals das westliche Nepal. Ein Jahr später gelang ihm gemeinsam mit dem Tiroler Sepp Jöchler und Pasang Dawa Lama die Erstbesteigung des Cho Oyu. Ihre Expedition setzte neue Maßstäbe im Höhenbergsteigen, denn sie war die kleinste und leichteste, der jemals die Erstbesteigung eines Achttausenders gelang.

Außergewöhnliches Leben

Als charismatischer Erzähler verstand es Tichy wie kein Zweiter, andere Menschen auf eine sehr persönliche und unmittelbare Art und Weise an seinem außergewöhnlichen Leben und Denken teilhaben zu lassen. Damit wurde er auch zu einem der ersten Botschafter der spirituellen Kultur der Himalajaländer. Seine Texte zeugen von Toleranz und einem feinsinnigen Humor, der nicht zuletzt sich selbst nicht allzu wichtig nahm. Mit seinen Büchern begeisterte und inspirierte er eine ganze Generation.

Das vorliegende Buch "Herbert Tichy" erzählt vom außergewöhnlichen Leben des großen Wanderers zwischen den Welten. Der biografische Teil wird ergänzt durch Erzählungen von Freunden und Weggefährten Tichys. Daraus ergibt sich ein facettenreiches Porträt, das auch für all jene interessant ist, denen der Name Herbert Tichy bis jetzt noch nicht geläufig war. Dieses Buch wendet sich an Leser, die sich für die Mentalität Asiens, das Höhenbergsteigen und für unkonventionelle Lebensentwürfe interessieren.


Die Herausgeber

Herausgeber des Buchs ist der Verein "Menschenwege – Götterberge", der 2004 – im 50. Jahr nach der Erstbesteigung des Cho Oyu – gegründet wurde, um die Erinnerung an Herbert Tichy wach zu halten und seinen Nachlass zu pflegen und erforschen. Zu den Ehrenmitgliedern des Vereins zählen u. a. Bundespräsident Heinz Fischer, Univ.-Prof. Dr. Helmut Heuberger ? (Mitglied der Cho-Oyu-Expedition 1954), Kurt Diemberger, Peter Habeler, Wolfgang Nairz und Fritz Molden.

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