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    Zuletzt aktualisiert: 18.10.2007 um 15:14 Uhr

    Der Mottarone und die Maroni

    Der herbstliche Lago Maggiore besticht nicht nur durch Köstlichkeiten unter rauer Schale.

    Die Isola Bella

    Foto © www.borromeoturismo.it / G. GnemmiDie Isola Bella

    Stresa verströmt lebhaft den morbiden Charme der Belle Epoque. Herrschaftliche Jugendstilhotels zeugen von der einstigen Bedeutung des Badeortes im ausgehenden 18. Jahrhundert. Die Lage am Südufer des Borromäischen Golfs erlaubt uns einen Blick über die vorgelagerten Inseln und an klaren Tagen gar bis zum gegenüberliegenden Ufer. Tief im Rücken von Stresa thront der Mottarone. Cameriere Luca, der mittlerweile schon die zweite Runde Cioccolata calda an unseren Tisch auf der Uferpromenade serviert, empfiehlt Bewegung zur weiteren Erwärmung und macht uns die Aussicht schmackhaft. Einen Blick von der Poebene im Süden bis zu den fernen Alpengipfeln des Wallis und Tessin im Norden verspricht er uns.

    Auf den Mottarone. Vom Piazzale Lido im Vorort Carciano di Stresa startet eine Seilbahn, die in wenigen Minuten vom mediterraner in subalpine Landschaft entführt. Wanderer schaffen den Aufstieg in knapp vier Stunden zu Fuß. Uns lockt die die Bergstraße: Schmal und kurvig, vorwiegend von Edelkastanien und Buchen, in höheren Lagen von Tannen- und Fichtenwäldern gesäumt, überzieht sie den Mottarone. Noch rechtzeitig erreicht uns die Warnung vor den vielen Wanderern, die um diese Jahreszeit auf die reichhaltigen Früchte des Forstes Jagd machen und auch mal gerne mitten auf den asphaltierten Wegen wandeln. Mit Körben, bis zum Rand gefüllt mit stacheligen Maroni, eilen sie, in freudiger Erwartung der mehligen Köstlichkeit unter der dunkelbraunen Schale, die steile Straße hinab. Wir haben Wälder und Wanderer hinter uns gelassen, die Bäume sind verschwunden und die Landschaft entwickelt einen kargen Charme. Kurz verschnaufen und die Blicke auf den Gipfel des benachbarten Monte Rosa-Massivs und die spiegelnde Seenlandschaft schweifen lassen. Die Luft ist klar und kühl. Das Auto bleibt alleine zurück.

    Isola Bella. Am Ausgangspunkt der Reise darf der Lago Maggiore die Isola Bella widerspiegeln, die vor Stresa im See liegt. Carlo III. Borromeo ließ die Insel in Form eines Schiffs bebauen: Das westliche Ende ragt wie ein schmaler Bug ins Wasser, der darauf errichtete frühbarocke Palazzo wirkt wie ein gewaltiger Schiffskörper und die Gartenterrassen am anderen Ende stellen das hohe Heck dar. Im Sommer stehen dort Malven, Zitrusbäume und Oleander in voller Blüte. Dazwischen stolzieren weiße Pfauen. Doch uns Landratten kann an diesem Tag keine Bootsfahrt mehr locken, zu sehr steht der Sinn nach frisch gerösteten Maroni, die so herrlich knistern und aus den riesigen, schwarzen Pfannen dampfen.

    KARIN RIESS

    Grand Hôtel

    Das Grand Hôtel des Iles Borromées ist das erste Haus am Platz. Dort nächtigte schon Ernest Hemingway. Zimmer ab 236 Euro.

    Pallavicino

    Außerhalb von Stresa liegt die Villa Pallavicino. Park, zoologischer Garten und die Villa sind zu besichtigen. Bis Ende Oktober geöffnet.

    Isola Bella

    Der Palast und die Gärten auf der Isola Bella stehen Besuchern offen.

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