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Zuletzt aktualisiert: 14.09.2007 um 12:28 Uhr

Kleine auf großer Reise

Fernreisen mit Kleinkindern sind kein Problem, so lange eine Reiseapotheke und das Lieblingskuscheltier mit an Bord gehen.

Kinder auf Fernreisen - nicht auf Medikamente und das Lieblingskuscheltier vergessen

Foto © APAKinder auf Fernreisen - nicht auf Medikamente und das Lieblingskuscheltier vergessen

Ob nach Ägypten oder auf die Seychellen, die Nebensaison lockt vor allem Familien mit Kleinkindern. Damit der Urlaub erholsam wird, gibt Wilhelm Müller, Vorstand der Klinik für Kinder- und Jugendheilkunde am Universitätsklinikum Graz, einige Tipps zur Vorsorge: Bereits vor der Abreise sollten Maßnahmen wie Impfschutz oder eventuelle Dauermedikamente, mit dem Kinderarzt abgeklärt werden. Weiters rät Müller: "Überprüfen Sie die Impfempfehlung für das jeweilige Land, Grundimpfungen wie Hepatitis A und B und gegen Rotaviren." Kontrollieren Sie auch die Krankenschutzversicherung, damit vor Ort eine ausreichende medizinische Versorgung gewährleistet ist.

Druckausgleich. Bei Flugreisen ist zu beachten, dass das Kind den Druckausgleich während den Start- und Landephasen durch Trinken oder Saugen am Schnuller vollziehen kann. Damit die Umstellung auf die fremde Umgebung nicht all zu schwer fällt, ist es ratsam, stets das Lieblingskuscheltier griffbereit zu haben.

In der Fremde. Beim Essen gilt es zu beachten, dass man nicht mit ungewöhnlichen oder exotischen Nahrungsmitteln experimentiert. Besonders bei Früchten, aber auch bei Leitungswasser ist die Gefahr einer Krankheitsübertragung hoch. Achten Sie daher bei Getränken immer darauf, dass der Originalverschluss intakt ist.

Kleine Reiseapotheke. Wird ein Kind dennoch krank, genügt oftmals eine kleine Reiseapotheke zur medizinischen Grundversorgung. Mit dabei: Husten-, Ohren und Nasentropfen, Medikamente gegen Durchfall und Brechreiz, aber vor allem fiebersenkende und schmerzstillende Mittel. Nicht zu vergessen Pflaster, Fieberthermometer, Sonnenschutzmittel sowie Cremen zur Behandlung von Sonnenbrand und Insektenstichen. Die Medikamente immer im Handgepäck mitführen, aber zugleich kindersicher verwahren. "Scheuen Sie sich jedoch nicht, bei Problemen jederzeit einen Arzt oder eine Spitalambulanz aufzusuchen," mahnt Müller.

KATHRIN OLBRICH

Fakten

Über Reiseimpfungen bekommt man am Hygiene-Institut in Graz von Montag bis Freitag zwischen 12 und 13 Uhr telefonische Auskunft (Tel.: 0316 380 4390). In Sachen Grundimpfungen können Sie auch Rücksprache mit Ihrem Kinderarzt halten.

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