Panik statt Erholung: Der Urlaub als Angstauslöser
Flugreisen, Staus und Unfälle bereiten den Menschen Angstzustände.
Foto © pixelio.deFür viele beginnt der verdiente Urlaub mit Stress
Flugreisen, lange Staus auf Autobahnen, Unfälle und
fremde Kulturen - für manche Menschen bringt der alljährliche Urlaub
statt Erholung und Entspannung vor allem potenzielle Gefahren und
Angst. Grundsätzlich stecken hinter diesen "Sorgenmachern"
Bedrohungen, mit denen man sinnvollerweise rechnen muss, sagte die
Psychologin Sonja Kinigadner im APA-Gespräch. "Problematisch wird es
dort, wo die Angst zum bestimmenden Wegweiser wird und nicht die
Toleranz für ein Risiko."
Atemnot, Herzrasen und Schwindel. "Viele Menschen halten es nicht aus, im Stau zu stehen oder im
Flugzeug zu sitzen", erklärte Kinigadner. Die dahinter stehende
Angst, jemand anderem die Kontrolle überlassen zu müssen oder "nicht
raus zu können", entspreche einem uralten Instinkt: durch Flucht in
Sicherheit bringen. Atemnot, Herzrasen, Schwindel und
Taubheitsgefühle sind als Stressreaktionen die Folge.
Es gibt Hilfe. Gegen diese bedrohlichen Zustände hilft meist nur eine
medikamentöse oder psychologische Behandlung, so Kinigadner. Kommt es im Flieger oder im Bus plötzlich zu solchen "Notsituationen" können ablenkende Gespräche und ruhige Atmung die
Panik lindern.
Katastrophen im Kopf. Die große Furcht vor Flugzeugabstürzen, schrecklichen Unfällen,
Überfällen oder Krankheiten kann verschiedene Ursachen haben. Manche
Menschen wollen uneingeschränkt Kontrolle behalten oder jegliches
Risiko vermeiden, so die Psychologin. Andere gestalten Gefahren im
Kopf zu wahren Katastrophen aus.
Features
Erholungskiller
Stress schon vor dem Aufbruch in die Ferien vermeiden: Gegen die quälende Frage "Hab ich alles mit" hilft eine kleine Tasche, in der das Allerwichtigste (Pass, Tickets, Geld) extra zurechtgelegt und jederzeit überprüft werden kann, so Kinigadner.










