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Zuletzt aktualisiert: 08.06.2007 um 10:34 Uhr

Panik statt Erholung: Der Urlaub als Angstauslöser

Flugreisen, Staus und Unfälle bereiten den Menschen Angstzustände.

Für viele beginnt der verdiente Urlaub mit Stress

Foto © pixelio.deFür viele beginnt der verdiente Urlaub mit Stress

Flugreisen, lange Staus auf Autobahnen, Unfälle und fremde Kulturen - für manche Menschen bringt der alljährliche Urlaub statt Erholung und Entspannung vor allem potenzielle Gefahren und Angst. Grundsätzlich stecken hinter diesen "Sorgenmachern" Bedrohungen, mit denen man sinnvollerweise rechnen muss, sagte die Psychologin Sonja Kinigadner im APA-Gespräch. "Problematisch wird es dort, wo die Angst zum bestimmenden Wegweiser wird und nicht die Toleranz für ein Risiko."

Atemnot, Herzrasen und Schwindel. "Viele Menschen halten es nicht aus, im Stau zu stehen oder im Flugzeug zu sitzen", erklärte Kinigadner. Die dahinter stehende Angst, jemand anderem die Kontrolle überlassen zu müssen oder "nicht raus zu können", entspreche einem uralten Instinkt: durch Flucht in Sicherheit bringen. Atemnot, Herzrasen, Schwindel und Taubheitsgefühle sind als Stressreaktionen die Folge.

Es gibt Hilfe. Gegen diese bedrohlichen Zustände hilft meist nur eine medikamentöse oder psychologische Behandlung, so Kinigadner. Kommt es im Flieger oder im Bus plötzlich zu solchen "Notsituationen" können ablenkende Gespräche und ruhige Atmung die Panik lindern.

Katastrophen im Kopf. Die große Furcht vor Flugzeugabstürzen, schrecklichen Unfällen, Überfällen oder Krankheiten kann verschiedene Ursachen haben. Manche Menschen wollen uneingeschränkt Kontrolle behalten oder jegliches Risiko vermeiden, so die Psychologin. Andere gestalten Gefahren im Kopf zu wahren Katastrophen aus.


Erholungskiller

Stress schon vor dem Aufbruch in die Ferien vermeiden: Gegen die quälende Frage "Hab ich alles mit" hilft eine kleine Tasche, in der das Allerwichtigste (Pass, Tickets, Geld) extra zurechtgelegt und jederzeit überprüft werden kann, so Kinigadner.

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