Völlig losgelöst von der Erde
Space-Reisen: Wie man in den Weltraum startet und was der Griff nach den Sternen kostet.

Foto © ReutersEine Reise ins All
Weltraum-Tourismus wird der Reisehit des 21. Jahrhunderts. Dessen ist sich Wolfgang Reindl, Leiter der Studien- und Erlebnisreisen bei Geo Reisen, sicher. Schließlich bietet das Reiseunternehmen exklusiv für Österreich Flüge zur Internationalen Raumstation ISS an. Zu einem Fixpreis von 20 Millionen Dollar.
"Wir haben Interessierte, die auf jeden Fall die ersten österreichischen Weltraumtouristen sein möchten", so der Experte. Dass ein Start-Termin in den nächsten drei Jahren zustande kommt, glaubt Reindl nicht: "Die Genehmigungen der Behörden sind sehr schwer zu bekommen." Und zahlungswillige Klientel wohl auch.
Ab in die Zentrifuge. Allerdings ist Weltraum-Feeling auch günstiger zu kriegen. Kosmonauten-Kurse in einem russischen Trainingszentrum zum Beispiel gibt es bei Geo Reisen ab 29.900 Euro (Wüsten, Unterwasser- oder Winter-Training). Besonders
Mutige können während eines Parabelfluges die Schwerelosigkeit erleben. Dabei fliegt eine Passagiermaschine in große Höhe, um sich rasch wieder in die Tiefe zu stürzen. 20 Sekunden lang schwebt man im Flugzeug durch den Raum. Immer wieder, je nachdem, wie oft die Maschine zum Sturzflug ansetzt.
Pauls Parabelflüge. In Österreich bietet "Pauls Parabelflüge" dieses Abenteuer an. Ab 3570 Euro geht es nach Florida (exkl. Anreise), um in eine Boing 727-200 zu steigen. Günstigere Flüge bietet das Sport und Freizeit-Unternehmen "Die Mutprobe" in Österreich an. Ab 715 Euro.
Raketenstart live erleben. Die Raketen-Startrampen rund um den Globus können Interessierte mit dem deutschen Anbieter Weltraumtouristik besichtigen. Im Mai soll es zum Ariane-Startplatz nach Südamerika gehen. Termin und Preise sind noch nicht fixiert.
Features
Abenteuer
Die bekannteste Agentur für Weltraumtourismus ist "Space Adventures" in Amerika. Das Team hat alle vier Weltraumtouristen zur Raumstation ISS gebracht.
Links
Weltraumhotels
Die Internationale Raumstation ISS soll in zehn bis 20 Jahren zum Weltraumhotel ausgebaut werden. Mit angedockten Übernachtungsmodulen. Was bis jetzt fehlt: ein geeigneter Transporter, der die Touristen in den Orbit bringt. Auch der japanische Konzern "Shimizu" plant, bis 2017 ein Weltraumhotel zu bauen. Mit künstlicher Schwerkraft und 64 Gästekapseln.










