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    Zuletzt aktualisiert: 21.02.2013 um 13:23 UhrKommentare

    Berlin: Ein Bär und der Lauf der Zeit

    Eine unheimlich coole Stadt, die nicht von ungefähr den Bären im Wappen hat. Berlin ist brummig, bissig, aber voll Kraft und Beschützerinstinkt.

    Der Reichstag in Berlin

    Foto © Fotolia / Katja XenikisDer Reichstag in Berlin

    "Berlin habe ich mir als riesige Baustelle vorgestellt, wo man auf dem Kurfürstendamm von ausländischen Hütchenspielern beschupst wird, am Prenzlauer Berg als Schlips tragender Hetero unangenehm auffällt, wo die Gastronomie aus tausend und einer Szenekneipe der unterschiedlichsten Folklore besteht und die wenigen Feinschmeckerlokale erst abends aufmachen wie in der Provinz. Was soll ich sagen - genauso ist es."

    Ob der Gourmet-Schriftsteller Wolfram Siebeck (Zitat oben) oder der Musiker Peter Fox (Spalte rechts) - Abneigung und Liebe liegen in der Beurteilung Berlins nahe beieinander. "Das liegt vielleicht auch daran, dass wir kein anheimelndes Freilichtmuseum sind", lächelt der Buchhändler am "Alex", der natürlich Alfred Döblins Jahrhundertroman "Berlin Alexanderplatz (eine schweineteure Ausgabe!) im Sortiment hat. "In Berlin lebt die Vergangenheit, aber sie wird nicht konserviert" - sagt's und lässt gut mit sich handeln.

    Auf dem Ku'Damm wuzeln sich die Touristen, im Kaufhaus des Westens glitzern die Luxuswaren und am Bahnhof Zoo trifft man zwar keine Christiane F. mehr, dafür andere Kinder mit einem ähnlichen Schicksal.

    Berlin, das ist eine unendlich coole Stadt, in der man mit dunkler Vergangenheit, pulsierender Gegenwart und verlockender Zukunft gleichermaßen konfrontiert wird. Berlin, das ist ein Bär von einer Stadt: manchmal brummig, mitunter bissig, aber immer kraftstrotzend und voll leidenschaftlichem Beschützerinstinkt.

    Der "Alex", gleichsam Bauch der Metropole, knurrt sich bodenständig durch den Tag; der Potsdamerplatz, ein architektonisches Futurama, streckt seine turmhohen Fühler divenhaft in den regensatten Himmel; und am Brandenburger Tor machen sich als russische Soldaten verkleidete Schauspieler eine Gaude mit der deutschen Geschichte. "The Wall", die Mauer, einst Todes-, Trennungs- und Schmerzenszone der Stadt, heute ein internationales Graffiti-Kunstwerk samt Trabi und russischem Bruderkuss. Absichtslos dem Bären folgen: in versteckte Hinterhöfe, wo es feine Plattenläden zu entdecken gibt. Nach Kreuzberg, wo unaufgeregt Multikulti gelebt wird, sogar nach Neukölln, wo die Indie-Szene aufblüht. "Jeder nach seiner Facon", hat Friedrich der Große gesagt. Duftes Motto!

    BERND MELICHAR

    Foto

    Foto © Fotolia / Marco2811

    Bild vergrößernDas Brandenburger Tor futuristisch beleuchtetFoto © Fotolia / Marco2811

    Top-Tipp

    Mit "Springer Reisen" und "Air Berlin" können Sie ab Graz direkt in die Spreemetropole abheben. Die nächsten Feiertagsterimine: 28. April bis 1. Mai (Staatsfeiertag), 8. Mai bis 12. Mai (Christi Himmelfahrt). 17. Mai bis 20. Mai (Pfingsten). Ab 439 Euro.
    Infos: Tel. 0316/8060-0

    Foto

    Foto © Fotolia / Gunnar Assmy

    Bild vergrößernDer Bär im Wappen von BerlinFoto © Fotolia / Gunnar Assmy

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