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    Zuletzt aktualisiert: 20.12.2012 um 13:58 UhrKommentare

    Heißes Design im Schnee

    In Kärntens Skiregionen überbieten sich Architekten in coolem Design mit warmen Materialien.

    Das Mountain Resort Feuerberg auf der Gerlitzen besticht durch modernes Holzdesign und viel Gemütlichkeit

    Foto © www.guenterstandl.deDas Mountain Resort Feuerberg auf der Gerlitzen besticht durch modernes Holzdesign und viel Gemütlichkeit

    Natürlichkeit hat Hochsaison. Wenn draußen ein eisiger Wind die Schneeflocken durcheinanderwirbelt und nach einem ausgiebigen Skitag die Nasen rot vor Kälte sind, sehnt man sich nach Wärme und Heimeligkeit, kaltes Design ist ab 1.000 Metern fehl am Platz. Natürliche Materialien wie duftendes Zirbenholz, Schiefer, Lehm, grauer Loden, Leinen, Schaffelle und weiche Wolle, die einst bei den Bauern gang und gäbe waren, sind daher heute Lieblingsgestaltungselemente moderner Hoteldesigner.

    "Unser Hotel steht nicht in Barcelona oder in der Thermenregion, sondern in den Bergen. Da wünschen sich's die Gäste gemütlich. Was sich gut bewährt hat, wollen wir zeitgemäß übersetzen. Traditionelles schließt modernes Design nicht aus", sagt Karin Leeb-Klein, Chefin des Hotels Hochschober auf der Turracher Höhe.

    Am Ende der Wintersaison werden 33 von 100 Zimmern im modern interpretierten alpinen Stil umgebaut. Damit modernste Technik, wie USB, WLAN, KAT5, Bluetooth, Digital TV, in die mit Zirbenlüftern ausgestatteten Zimmer einziehen kann, muss der älteste Teil des Hotels aus dem Jahr 1936 total entkernt werden. Dann kann die Verjüngungskur starten. Es sollte doch kein Jahr vergehen, in dem im Hochschober nicht investiert wird.

    Design-Center Gerlitzen

    Zu einem wahren Design-Center in luftiger Höhe hat sich der Panoramaberg Gerlitzen entwickelt. Gleich drei neue Berghotels und -resorts haben das traditionelle Winterfeeling abgewandelt: das Mountain Resort Feuerberg, das Alpenhotel Pacheiner (älteren Besuchern noch als urige Pacheiner-Hütte in nostalgischer Erinnerung) und das kleine, aber kuschelige Hotel 12.

    Die 53 im Sommer neu gestalteten Zimmer im Mountain Resort Feuerberg tragen so urlaubsselige Namen wie "Himmelswiege" oder "Schlafmütze" und im Ruheraum schwebt man auf der sprichwörtlichen "Wolke 7". Das Besondere an der Feuerberg-Architektur sind Wohlfühlinseln und Ruheoasen. Sternderlschauen ist in der hoteleigenen Sternwarte angesagt. Zwölf Millionen Euro hat die Hoteliersfamilie Berger in den vergangenen fünf Jahren in das alpine Paradies investiert.

    An der zwölften Kehre der Gerlitzen Alpenstraße auf 1750 Metern haben Künstler von New York bis Schanghai zwölf Zimmer und Suiten ganz eigenwillig gestaltet und das Haus unaufgeregt "Hotel 12" genannt. Ein kleiner Traum aus Holz, Stein und Glas, der nichts an Komfort vermissen lässt.

    Im nagelneuen Alpenhotel Pacheiner können die Gäste schon zu Tal schwingen, bevor die ersten Lifte geöffnet haben. Acht Millionen Euro hat die Familie Pacheiner in den Umbau in ein Panoramahotel investiert. Die aus dem Jahr 1933 stammende Pacheiner-Hütte, wo die Skifahrer nicht auf ihren Kaiserschmarrn und die Nudelvariationen verzichten müssen, wurde gründlich modernisiert.

    Zimmer mit Aussicht

    Panoramahotel: So dürfen sich alle drei nennen. Vorbei die Zeiten, als in Alpenhotels winzige Fenster die Kälte aus dem Haus verbannten. Moderne Klimatechnik erlaubt riesige Fensterfronten, die die Bergkette der Karawanken und Julischen Alpen und die Sonne als Gestaltungselemente hereinlassen. Auf Kärntens prominentestem Sonnenbalkon, der Gerlitzen, scheint man über den Dingen zu schweben. Vor allem über der Nebeldecke, die einen hoch oben kaltlässt.


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