Graz kratzt an der 950.000er Marke
Nach dem Rekord an Nächtigungen im Vorjahr könnte man heuer schon an der 950.000er-Marke kratzen. Der Grazer Advent mausert sich immer mehr zur Erfolgsgeschichte.

Foto © Jürgen Fuchs
Wer geglaubt hat, mit den 907.000 Gästenächtigungen im vorigen Jahr, mit denen man erstmals die hoch gelegte Latte aus dem Kulturhauptstadtjahr 2003 übersprungen hat, sei der Plafond einigermaßen erreicht, hat sich geirrt. Der Gästeboom hält weiter an. Eine neue Rekordmarke für 2012 ist längst Gewissheit. Mit einem neuerlichen Dezember-Rekord - wonach es ganz ausschaut - würde man schon an der 950.000er-Grenze anklopfen. Und dann: Die Million ist keine Utopie mehr.
Etwas über 875.000 Nächtigungen wurden heuer bis Ende November in den Grazer Beherbergungsbetrieben registriert. Gegenüber den ersten elf Monaten des Vorjahres ist das eine Steigerung um 34.500 Übernachtungen oder 4,1 Prozent. Auf das Endergebnis des Vorjahres fehlen also noch rund 33.000 Nächtigungen. Und bringt der heurige Dezember ein ähnliches Ergebnis wie der Dezember 2011 mit 67.000 Gästenächtigungen (plus 16,5 Prozent gegenüber 2010), dann ergibt das über 942.000 in der Jahresbilanz 2012.
Erfolgsgeschichte
Und warum sollte es nicht noch näher an die 950.000er-Marke gehen? "Es hat ganz den Anschein, als ob heuer ein neuer Glanzpunkt in der touristischen Erfolgsgeschichte des Grazer Advent geschrieben wird", berichtet Graz Tourismus-Chef Dieter Hardt-Stremayr. So habe es am vergangenen Wochenende in den Innenstadthotels kein leeres Zimmer mehr gegeben. Noch stärker steigend sieht Hardt-Stremayr den adventlichen Tagestourismus. "Es ist schon unglaublich, was sich da an verschiedenen Nationalitäten in der Stadt tummelt." Mit den Anstrengungen um den Grazer Advent sei die Saat voll aufgegangen, verweist er nur auf zwei Zahlen: "Im Dezember 1995 wurden in Graz 28.000 Nächtigungen gezählt, im Vorjahr waren es 67.000, also weit über dem Doppelten von damals." Dazwischen liegen kontinuierlich steigende Zahlen.
Der oberste Grazer Touristiker blickt auch durchaus zuversichtlich in die nähere Zukunft: "Der aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage befürchtete Einbruch im nächsten Jahr ist mit einem Blick auf die Buchungslage für Jänner und Februar in Graz noch nicht abzusehen."










