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    Zuletzt aktualisiert: 01.12.2012 um 15:18 UhrKommentare

    Abheben mitten in Wien im ersten Airbus A320-Flugsimulator

    Ein Erlebnisflug der besonderen Art: In Wien kann man mit einem Airbus A320-Simulator, der als erstes Gerät in Österreich sogar über eine Passagierkabine verfügt, abheben und selbst einmal als Kapitän fungieren.

    Foto © Reuters

    Die letzten Minuten vor dem Take-off: Noch einmal wird die Flugroute gecheckt, die Triebwerke werden gestartet und dann heißt es schon "Ready for departure" - und das mitten in Wien. Der deutsche Flugsimulatorbetreiber Flightdecksystems hat seinen ersten Standort in Österreich im dritten Bezirk in der Ungargasse eröffnet. Geboten wird dort ein Erlebnisflug mit einem Airbus A320-Simulator, der als erstes Gerät in Österreich sogar über eine Passagierkabine verfügt. Ab 159 Euro kann man einmal selbst pilotieren - inklusive Familie in der Business Class.

    Der Puls steigt, wenn man das erste Mal als Pilot kurz vor dem Start steht. Es ist ein aufregendes Gefühl, wenn die Triebwerke aufheulen und man selbst am Steuer sitzt. Mit dem nachgebauten Cockpit des Airbus A320 bringt Flightdecksystems das meist geflogene Flugzeugmodell Österreichs nach Wien. Alleine die Austrian Airlines (AUA) betreibt 24 Maschinen dieser Typenserie für Kurz- bis Mittelstrecken. Auch die österreichische Air Berlin-Tochter Niki operiert mit 16 Airbus-Fliegern. Die Chancen, in einem solchen Flugzeug durchzustarten, wenn man von Wien abhebt, seien also dementsprechend hoch, wie AUA-Pilot Markus Benesch im APA-Gespräch erklärte. Er koordiniert neben seinem Pilotenjob als sogenannter Operations Manager die Flüge am Simulator.

    Echte Instrumente

    "Die Instrumente sind alle echt, so wie sie auch im Flugzeug sind. Nur komplexe Fehlmeldungen wie Hydraulikfehler gepaart mit Elektrikfehler können nicht simuliert werden", so Benesch. Besonders sei zudem, dass der Wiener Airbus A320-Simulator über eine echte Kabine verfügt, die in einer Business- und Economy Class-Bestuhlung Platz für 30 Passagiere bietet. Dabei handle es sich um Originalteile aus einem Flugzeug einer französischen Fluglinie: "Das ist einzigartig in Österreich. Während zum Beispiel Vater und Sohn im Cockpit sitzen, kann die Familie hinten in der Kabine Platz nehmen und sich an den Seitenfenstern ansehen, wo man gerade fliegt", beschrieb der Operations Manager. Durch ein spezielles Techniksystem wird nämlich der Ausblick aus den Fenstern ebenfalls simuliert.

    Insgesamt können mit dem Simulator rund 24.000 Flughäfen weltweit angeflogen werden. Zudem kann der Fluggast unter anderem ausprobieren, wie es ist, bei schlechten Wetterbedingungen zu fliegen oder auf einem überlasteten Flughafen wie in London zu landen.

    Das neue Angebot können sowohl Anfänger als auch Linienpiloten nutzen: "Der Gast kann ausprobieren, wie es ist einen Airbus zu fliegen, ob er das Flugzeug gerade halten, eine Landepiste anfliegen oder durchstarten kann", hob Benesch hervor. Interessierte können sich auf der Webseite des Unternehmens für einen Simulatorflug anmelden.

    Zudem soll das Gerät auch für besondere Ereignisse zur Verfügung stehen: "Vom Kindergeburtstag bis zum Firmenevent ist alles möglich", ergänzte Marcus Schäfer, Geschäftsführer von Flightdecksystems Deutschland. Man kann sogar Flugbegleiter buchen. Wien sei für das deutsche Unternehmen, das neben sechs deutschen Städten auch in Zürich vertreten ist, ein reizvoller Standort, da es über "eine so große Infrastruktur verfügt und viel Tourismus hat", so Schäfer.


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