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    Zuletzt aktualisiert: 28.11.2012 um 21:37 UhrKommentare

    Island: Insel aus Feuer und Eis

    Die Trolle und Elfen Islands mögen längst schon entzaubert sein, die archaische Landschaft hat nichts von ihrem Reiz verloren.

    Der Wasserfall Gullfoss im Süden Islands

    Foto © Fotolia / Stoney79Der Wasserfall Gullfoss im Süden Islands

    "Auf der Westseite von Norwegen findet sich, vom Weltmeere umspült, eine Insel, welche Eisland genannt wird, ein nur schwach bewohntes Land, von dem aber Wunderdinge zu berichten sind." Mit diesen Worten beschrieb der dänische Historiograf Saxo Grammaticus zu Anfang des 13. Jahrhunderts die Saga-Insel im Hohen Norden.

    Zwar hat sich der Schleier des Wundersamen und Geheimnisvollen im Laufe der Zeit gelüftet, die Trolle und Elfen sind entzaubert, aber die Naturwunder haben nichts von ihrer Pracht und Anziehungskraft verloren.

    Vulkanland

    Einsam in die Weite des Polarmeeres hingestreut, vereinigt die Insel zwei Elemente, die sich gewöhnlich ausschließen: Feuer und Eis. Mitten durch Island zieht sich eine tätige Vulkanzone, Teil jenes "Ring of Fire", der die ganze Erde umspannt. Sie droht die Insel auseinanderzureißen. Allein seit der Besiedelung vor 1100 Jahren sind mehr als 30 Vulkane ausgebrochen, seit der letzten Eiszeit vor 15.000 Jahren mindestens 200. Ein Drittel der Lava, die in den letzten 500 Jahren an die Erdoberfläche trat, ist isländisch. Die Feuerberge stehen in ständigem Kampf mit den Schnee- und Eismassen.

    Aber die vulkanische Natur zeigt auf Island noch viele andere Gesichter: Die Erde ist von kilometerbreiten tiefen Gräben zerfurcht, auf deren Grund Krater wie Warzen sitzen, dazwischen sprudeln heiße Quellen, steigen fauchende Rauchsäulen aus Schwefel- und Wasserdampf auf, schießen Geysire aus dem Boden. Große Flächen sind mit schwarzer Lava bedeckt. Sie gleichen einem wild aufgewühlten, plötzlich erstarrten Meer.

    Den menschenleeren Lava- und Glazialwüsten, über die zuweilen geisterhaft Sandstürme fegen, stehen sattgrüne Ebenen gegenüber, auf denen Schafe und Pferde weiden. Tief eingekerbte Fjorde mit steilen Wänden beherrschen die Küsten. Hier gibt es natürlich Häfen, behaupten sich einsame Höfe oder kleine Siedlungen gegen eine Natur, die den Menschen nur ein Randdasein zubilligt.

    Für den Liebhaber unberührter, archaisch anmutender Landschaften ist es ein Paradies. Wer Stille und Einsamkeit sucht, Naturerlebnisse abseits ausgetretener Trampelpfade genießen will, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.

    Doch Vorsicht, es besteht Suchtgefahr, wie bei Stefan Erdmann, der die Insel indessen besser kennt als die meisten Isländer. Seine atemberaubenden Bilder sind eine Liebeserklärung an die Insel.

    BRUNO BAUMANN

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