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    Zuletzt aktualisiert: 12.11.2012 um 14:42 UhrKommentare

    Weltreise: Nach der großen Freiheit

    Ein halbes Jahr nach ihrer Weltreise sind Valeska und Philipp Schaudy (fast) sesshaft geworden. Ein Gespräch über harte Pflaster und weiße Flecken auf der Landkarte.

    Valeska und Philipp Schaudy in Südafrika

    Foto © PrivatValeska und Philipp Schaudy in Südafrika

    B ald ist ein halbes Jahr vergangen, seit Sie nach 87.020 Kilometern in Graz eingefahren sind. Sind Sie schon angekommen?

    PHILIPP SCHAUDY: Wir haben in Wirklichkeit erst seit einem Monat einen fixen Wohnsitz hier, den Sommer haben wir auf Spitzbergen verbracht, wo wir als Tourguides arbeiten. Die erste Tat war übrigens, eine Waschmaschine zu kaufen. Da kommt man sich schon bürgerlich vor.

    VALESKA SCHAUDY: Im Moment gibt es so viel zu tun, dass wir gar nicht darüber nachdenken.

    PHILIPP SCHAUDY: Ich wäre fast lieber wieder unterwegs. Da hatten wir nur eines zu tun: Fahren.

    War eigentlich immer klar, dass Sie nach Graz zurückkehren?

    PHILIPP SCHAUDY: Es gab Orte, an denen wir es vielleicht ein Jahr lang ausgehalten hätten, aber es war klar, dass wir jetzt einmal nach Graz ziehen.

    VALESKA SCHAUDY: Wir haben Auswanderer getroffen, die ganz weit abseits in Kanada oder Patagonien gelebt haben. Wunderschön, aber so weit weg. Mittendrin in Europa zu sein, das ist ein Luxus.

    Sie haben die Reise sehr umfangreich dokumentiert. Hatten Sie immer vor, etwas daraus zu machen?

    PHILIPP SCHAUDY: Ja, es war immer klar, dass wir das vermarkten möchten. Wir haben etwa 70.000 Fotos gemacht, also etwa alle 1,2 Kilometer ein Foto. Und 14 Tagebücher ausgeschrieben.

    VALESKA SCHAUDY: Nächstes Jahr möchten wir ein Buch veröffentlichen und mit einem Vortrag auf Tour gehen. Am Mittwoch halten wir einen Vortrag beim Bergfilmfestival als ersten Vorgeschmack.

    Haben Sie sich auf der Reise auch ab und zu unter "normale" Touristen gemischt?

    PHILIPP SCHAUDY: Damit haben wir immer mehr aufgehört. Im Laufe der Zeit wurde es wichtiger, Leute kennenzulernen, nicht Sehenswürdigkeiten abzuklappern.

    Wie haben Sie sich verständigt?

    VALESKA SCHAUDY: Englisch und ein wenig Spanisch. Wir haben auf der Reise gelernt, auch ohne Sprache viel zu erzählen.

    PHILIPP SCHAUDY: Wir haben viele Abende so verbracht, das war oft die größte Gaude. Schwieriger war es mit anderen Schriftzeichen: In Syrien hat uns ein Mann einen perfekten Stadtplan aufgezeichnet. Aber auf Arabisch. In China hatten wir eine zweite chinesische Karte mit, um die Schilder vergleichen zu können.

    Was sind die weißen Flecken auf Ihrer Karte? Welche Gegenden hätten Sie gerne noch besucht?

    PHILIPP SCHAUDY: In Tibet konnten wir nicht einreisen, Zentralasien ging sich nicht aus. Durch Asien wäre ich gern gefahren.

    VALESKA SCHAUDY: Und durch Labrador. Und Kamtschatka.

    PHILIPP SCHAUDY: Und Westafrika. Es gäbe noch viele Strecken.

    VALESKA SCHAUDY: Wir haben, das ist mir auch wichtig zu sagen, wirklich jeden Kilometer mit dem Fahrrad zurückgelegt.

    PHILIPP SCHAUDY: Wir sind nicht einmal auf die Idee gekommen!

    Welches Land ist das härteste Pflaster für Radfahrer?

    PHILIPP SCHAUDY: Australien. Dort werden einem auf der Straße Sachen nachgeworfen. Und Indien, wegen des Verkehrs.

    VALESKA SCHAUDY: Da kannst du froh sein, wenn du überlebt hast. Super ist der Norden. Eigentlich Länder mit wenig Verkehr.

    Wie ist Graz als Fahrradstadt?

    VALESKA SCHAUDY: Es hat sich viel getan. In den letzten Jahren sind viele Radwege entstanden. Aber man könnte noch viel mehr tun.

    PHILIPP SCHAUDY: Gerade für Pendler wäre es wichtig, schnelle, kurze Wege zu haben. Wie es für Autofahrer selbstverständlich ist. Wenn alle am Stau vorbeiblitzen, wäre das die beste Werbung fürs Umsteigen.

    Besitzen Sie eigentlich ein Auto?

    VALESKA SCHAUDY: Noch nicht.

    PHILIPP SCHAUDY: Da wir viel Bergsport machen, kommen wir kaum ohne aus. Für die Stadt gibt es aber nichts Besseres als ein Fahrrad.

    INTERVIEW: NINA MÜLLER

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