"Ein Tag in Barcelona"
"Ein Tag in Barcelona": Schauspieler Daniel Brühl flaniert 24 Stunden lang durch seine Geburtsstadt - und bringt dieses Potpourri an Augenblicken in Buchform.

Foto © Fotolia / JackFLa Sagrada Familia
Von wem lässt man sich führen, will man besondere Ecken Barcelonas entdecken? Von jemandem, der dort geboren ist. Daniel Brühl ist so jemand - auch wenn der Name nicht darauf schließen lässt. Fügt man jedoch das ihm angetaufte César Martín González hinzu, weiß man: Es lohnt nicht nur, ihn als Schauspieler zu kennen ("Good Bye, Lenin!", "Das Bourne Ultimatum", "Inglourious Basterds" etc.) - sondern auch seine favorisierten Anlaufstellen in Barcelona. "Ich habe mich auf meine Lieblingsbank auf dem Hügel Putxet gesetzt, mir die Stadt von oben angeschaut und nachgedacht, was ich in ihr am liebsten mache. Spazieren." Und so ist dieses Buch ein 24 Stunden währendes zu Papier gebrachtes Flanieren - vom Berg zum Meer, von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang. Auszüge aus dem "Medley wunderschöner Momente":
Aufgerafft. "Es ist früh, 7 Uhr. Ich schwöre, ich war hier selten so früh wach. Aber ich will den Sonnenaufgang auf dem Berg Tibidabo genießen. Der beste Platz ist das Café Mirablau. Ein Klassiker mit Glasfront, die eines der schönsten Panoramen preisgibt."
Aufgewachsen. "In Sant Gervasi habe ich als Kind die meiste Zeit verbracht, nahe des Parc del Putget, dem für mich schönsten Park. Man hat einen tollen Blick auf die Stadt, der den Touristen verborgen bleibt, weil das Viertel auf den normalen Routen fehlt."
Aufgespürt. "Ich dringe in das dunkle Herz des Born vor, nähere mich einer der wenigen Bars, die sich so gut wie nicht verändert hat: das Mudanzas, mit der alten Schwingtür, der weißen Marmortheke, die noch nie mit etwas anderem gereinigt wurde als mit Gin, billiger als Meister Proper."
Aufgefrischt. "Selbst wenn immer wieder versucht wird, das Viertel ,in Ordnung zu bringen': Das Raval ist einer dieser Flecken mit Ecken voll sprödem Charme. Es strotzt vor unvergänglichem Stolz. Ohne Raval wäre die Stadt ihrer Düsterkeit beraubt. Man würde Barcelonas Seele zerstören."
Features
Empfehlungen des Autors
La Pepita. Hier gibt's unfassbar leckere Tapas. Carrer Corsega, 343. La Pupilla. Das Mittagsmenü ist preiswert und eine Sensation, alles kommt frisch vom Markt nebenan. Placa de la Llibertat, 23. Bobby Gin. Im Viertel Gracia und meine Lieblings-Gin-Bar. Carrer Francisco Giner, 47. Quimet & Quimet. Ein echter Tapas- und Montadito-Klassiker. Carrer Poeta Cabanas, 25. Bomba Bar Cova fumada. Eine der urigsten Fischkneipen, in der Barceloneta. Carrer Baluart, 56. Santa Maria. Ferran Adrians Zauberlehrlinge kochen hier einfach zum Niederknien. Carrer Comercial, 17. Boadas. Die gute alte Cocktailbar, die sich trotz der absurden Touri-Massen nebenan ihre Coolness und das schöne 30er-Interieur bewahrt hat. Carrer Tallers, 1.












