Nürnberg und Regensburg: Wo es um die Wurst geht
Nürnberg und Regensburg eignen sich für einen Ausflug im Doppelpack. Beide Städte sind reich an historischen Bauten und laden zum Flanieren ein.

Foto © Fotolia / JasminBei einem Besuch in Regensburg darf man sie auf keinen Fall verpassen: die Steinerne Brücke an der Donau
Nürnberg, da denkt man an Rostbratwürste, Lebkuchen, Christkindlmarkt oder die Kunstwerke Albrecht Dürers. Doch die mit 500.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Bayerns hat weitaus mehr zu bieten. In keiner anderen deutschen Großstadt hat sich der historische Stadtkern so unverändert erhalten wie hier. Die Struktur der Altstadt auf zeitgemäße Art zu bewahren, ist eines der besten Beispiele für die gelungene Integration von Mittelalter und früher Neuzeit, von Wiederaufbau und Moderne.
Viele der alten Häuser erscheinen außen vielleicht eher schmucklos, dafür innen umso prächtiger. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Kaiserburg. Das Tor zur Burg ziert ein Riesenschloss. Die Existenz des enormen Schlüssellochs ist aber nicht auf die Stattlichkeit der Burg zurückzuführen, sondern darauf, dass auf diese Art auch nach der Torsperre Würstchen durchgeschoben werden konnten. So schafften es die Würstelverkäufer, ihr Geschäft lohnend über die vorgeschriebene Sperrstunde hinaus auszuweiten. Interessant scheint, dass, obwohl das Habsburger Erbe in Nürnberg omnipräsent ist, die Bewohner der Stadt den Österreichern gar nicht so schlecht gesinnt sind. Dagegen halten sich die bayerninternen Ressentiments eisern und sind teilweise boshaft. "Man muss Gott für alles danken - auch für Ober-, Mittel- und Unterfranken" - wird in Regensburg geunkt, das nur etwa 50 Minuten mit dem Zug von Nürnberg entfernt liegt.
Verwinkelte Gassen führen zwischen den Wohnhäusern Regensburgs hindurch. Der Dom steht auf dem obligatorischen Sightseeing-Programm. Doch es ist fast interessanter, was die Stadtführerin zur katholischen Kirche zu bemerken hat: "Wenn man beichten will, geht man dorthin. Der Beichtvater ist schwerhörig." Bei der "Wurstkuchl" am Ufer der Donau bei der Steinernen Brücke gibt es "Bratwurstkipferl" mit süßem Senf und Sauerkraut. Angeblich versorgt die "Wurstkuchl" schon seit 500 Jahren die Bewohner der Unesco-Welterbe-Stadt. Gemütlich sind beide Ziele, Regensburg und Nürnberg. Und für eine Zugreise sind sie leicht zu verbinden.
Features
Wissenswert
Auf der Schiene zwischen Nürnberg und Regensburg
Infos: Deutsche Zentrale für Tourismus. www.germany.travel
Veranstalter: ÖBB Rail Tours. www.railtours.at
Tipps für Nürnberg: Albrecht- Dürer-Haus, Kaiserburg, Ehe- karussell, Frauenkirche, Germanisches Museum, Handwerkerhof, Heilig-Geist-Spital, Fußballstadion. www.gnm.de, www.stadion- nuernberg.de, www.nuernberg.de
Regensburg: Steinerne Brücke, Regensburger Dom, Porta Praetoria, Schloss Thurn & Taxis, "Wurstkuchl", Biergarten "Weltenburger am Dom". www.regensburg.de











