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Zuletzt aktualisiert: 04.09.2012 um 13:29 UhrKommentare

Lufthansa-Streik: Reisende in Frankfurt genervt

Passagiere fühlen sich schlecht informiert. Tausende müssen umbuchen oder schlimmstenfalls auf den Flug ganz verzichten.

Wartende am Flughafen Frankfurt

Foto © APWartende am Flughafen Frankfurt

Palettenweise Wasserflaschen, Kartons voll mit Schokoriegeln - Nervennahrung für jene Lufthansa-Passagiere, die wegen des Streiks nicht wie geplant abfliegen können. Über den Anzeigetafeln im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens steht in großen Buchstaben: "Boarding, Flying, Smiling". Das Lächeln verging jedoch am Dienstag vielen Fluggästen bereits vor dem Einchecken: Die Lufthansa-Flugbegleiter der Kabinengewerkschaft Ufo streiken, Tausende Passagiere müssen umbuchen oder schlimmstenfalls auf den Flug ganz verzichten.

Am frühen Morgen bildeten sich im Terminal 1 des Drehkreuzes lange Schlangen vor Gepäckaufgabe und Umbuchungsschaltern. Viele Kunden wussten beim Ankommen auf dem Flughafen noch nichts von dem Ausstand - die kurze Ankündigungsfrist der Gewerkschaft Ufo wirkte. Nun fragen sie sich, warum die Tarifverhandlungen derart außer Kontrolle geraten sind.

"Das klingt gar nicht nach so viel Geld, insbesondere für die Lufthansa", sagte Wolfgang Fritzsche aus Erfurt. Er wollte eigentlich dienstlich nach Bilbao fliegen. Um 8.30 Uhr erhielt der 47-Jährige die SMS-Mitteilung von der Lufthansa, dass sein Flug annulliert sei. "Dass die Nachricht so spät kommt, ist ärgerlich, weil ich mich gestern ständig informiert habe und sonst eher hier gewesen wäre." Und auch die Informationen am Flughafen könnten seiner Meinung nach besser sein. Er hofft, am Nachmittag noch nach Spanien zu kommen.

Ausreichend informiert fühlt sich hingegen Elke Mailand. Die freiberufliche Übersetzerin ist unterwegs nach Kopenhagen. "Die Lufthansa hat mich schon gestern informiert", sagte sie. Noch ist ihr Flug nicht annulliert. Auch deswegen war sie optimistisch. Ihr Besuch in Kopenhagen soll eine Überraschung für ihren Sohn sein - er hat heute Geburtstag. "Der Kuchen ist im Gepäck, und wenn mein Sohn aus dem Büro kommt, muss ich da sein!"

MARKO ENGERMANN/DPA

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