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Zuletzt aktualisiert: 09.08.2012 um 10:37 UhrKommentare

Dem Süden geht das Trinkwasser aus

Italien musste sich auf höllische 44 Grad einstellen, bei Waldbränden auf der griechischen Halbinsel Peloponnes gab es Verletzte. In Serbien und Ostbosnien neigt sich das Trinkwasser dem Ende zu.

Foto © AP

Nach einer wochenlangen Hitzewelle mit Temperaturen bis 42 Grad wird in den Ländern Südosteuropas das Trinkwasser knapp. Auf der kroatischen Halbinsel Istrien mit hunderttausenden Urlaubern vor allem aus Österreich und Deutschland ist die Talsperre Butoniga als Hauptwasserquelle fast leer, berichteten die Medien am Mittwoch in Zagreb. Die Behörden ordneten an, die Duschen an den Stränden abzustellen und verboten die Gartenbewässerung und das Autowaschen.

Extreme Hitze in Italien

Ganz Italien leidet unter extremer Hitze, vor allem der Süden. Nachdem bereits am Vortag in Enna auf Sizilien 40 Grad gemessen worden waren, musste sich am Mittwoch Agrigento auf höllische 44 Grad einstellen. Für insgesamt 13 Städte, von Bologna im Norden bis Reggio Calabria im Süden, gaben die Behörden einen Hitze-Alarm heraus, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Italiener dort sind damit zu Vorsichtsmaßnahmen gegen Hitzefolgen aufgerufen. Erst an diesem Donnerstag soll es dann eine leichte Abkühlung geben.

Bei Waldbränden auf der griechischen Halbinsel Peloponnes sind sechs Menschen verletzt worden. Feuerwehrleute und Freiwillige kämpften die ganze Nacht durch und konnten einige Brände unter Kontrolle bringen, wie das Staatsfernsehen (NET) Mittwoch früh berichtete. Die Waldbrandgefahr bleibe sehr groß, warnte das Wetteramt. In weiten Teilen des Landes herrschen Temperaturen um die 42 Grad und extreme Trockenheit.

Wasser für vier Stunden

In Serbien ist vor allem die Region um die Stadt Gornji Milanovac südlich von Belgrad betroffen, in der rund 300.000 Menschen leben. Der örtliche Trinkwasserfluss sei praktisch ausgetrocknet, so dass sich die Menschen auf eine nur stundenweise Wasserversorgung einstellen müssten, kündigten die Behörden am Mittwoch an. In einigen Städten im Norden Kosovos wie in Mitrovica leiden die Menschen schon seit Wochen unter dem ausbleibenden Regen. In ihren Haushalten kommt zum Teil nur vier Stunden am Tag Wasser aus der Leitung.

Ähnlich ist die Lage im ostbosnischen Srebrenica: Obwohl die städtische Wasserversorgung nach den Zerstörungen des Bürgerkrieges (1992-1995) von Grund auf modernisiert wurde, sind die Trinkwasserquellen nahezu erschöpft. Auf der gesamten Balkan-Halbinsel ist in den kommenden zehn Tagen kein Niederschlag in Sicht, sagen die Meteorologen.


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