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Zuletzt aktualisiert: 06.08.2012 um 17:39 UhrKommentare

AUA-Entschuldigung nach Chaosflug

Eine Maschine mit 189 Passagieren musste in der Nacht auf Samstag um 1.30 Uhr in Bratislava landen, weil über Schwechat schwere Gewitter niedergingen. Weil das Bordpersonal die gesetztliche Arbeitszeit um 3.30 Uhr überschritten hatte, mussten die Passagiere sich die Heimreise selbst organisieren.

Foto © APA

189 Passagiere eines Charterfluges der Lauda Air sind in der Nacht auf Samstag am Flughafen Bratislava ihrem Schicksal überlassen worden. Die Maschine aus Teneriffa war wegen schwerer Gewitter über Schwechat auf den benachbarten Airport umgeleitet worden und konnte nicht mehr starten. Anstatt die Weiterreise nach Wien zu organisieren, wurden die Passagiere vom Personal an Ort und Stelle dazu aufgefordert, ihre Heimreise selbst in die Hand zu nehmen. "Diese Entscheidung war vollkommen unverständlich", sagte AUA-Sprecher Peter Thier (Lauda Air gehört zur Austrian-Gruppe, Anm.).

Die Maschine landete gegen 1.30 Uhr in Bratislava und sollte eigentlich wieder nach Wien zurückfliegen. Nachdem das Bordpersonal aber um 3.30 Uhr die gesetzlich geregelte Arbeitszeit überschritten hatte, wurden die Passagiere kurzerhand dazu aufgefordert, "aus Sicherheitsgründen" das Flugzeug zu verlassen. "Hier gab es offenbar bereits Kommunikations-Probleme", sagte Thier.

Keine Betreuung

Am Flughafen nahm das Chaos seinen weiteren Lauf. Da das Personal in Bratislava mit dem unerwarteten Ansturm von Fluggästen offensichtlich nicht zurecht kam, gab es keinerlei Betreuung. Zudem gelang es weder dem Flughafen Bratislava noch den AUA-Mitarbeitern, Busse für eine Weitereise nach Wien zu organisieren. Schließlich wurde den Betroffenen mitgeteilt, sie müssten sich selbst Taxis organisieren.

Für Thier eine klare Fehlentscheidung: "Man hätte von Wien aus eine Armada von Taxis nach Bratislava schicken müssen und natürlich die Kosten dafür übernehmen". Der Sprecher bat die 189 Passagiere, sich unter der E-Mailadresse customer.relations@austrian.com an das Unternehmen zu wenden. Die Betroffenen würden nicht nur etwaige Kosten ersetzt bekommen, sondern auch zusätzlich einen Gutschein erhalten.


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