Meran: Wer sieht hier alt aus?
Meran hat sich eine Verjüngungskur verordnet. Jetzt weht ein frischer Wind im Luftkurort. Ein Parcours zwischen Therme Meran, botanischem Garten und "ImperialArt".

Foto © Fotolia / giemmephotoBlick auf Meran
Liebe Menschen sprechen vom Luftkurort seit Kaiserin Sisis Zeiten, von 300 Sonnentagen pro Jahr, der herrlichen Vegetation und der allgemeinen Beschaulichkeit. Böse Menschen sprechen von der Stadt mit der größten Rollatordichte Italiens. Die Wahrheit ist wie fast überall auch in Meran weder schwarz noch weiß, nicht einmal grau, sondern ziemlich bunt.
Beginnen wir beim Thermenplatz mitten in Meran, Lieblingsort für Oldtimertreffen. Unlängst gesehen: eine "Göttin" neben der anderen; Citroën-Classic-Merano rief zur großen Show und sie kamen aus aller Herren Länder, die DS und ihre Vorgänger. Ein Himmel auch für sehr junge Designfans - gleich neben den Oldies lädt nämlich das neue Meran zum Einsteigen ein: die Therme des Südtiroler Designerstars Matteo Thun. Dass die Hülle eigentlich von einem Berliner Architektenteam stammt, verschweigen die Meraner gerne, also sprechen auch wir lieber vom Innenleben einer der feinsten Badewelten, die man (nicht nur) in Italien finden kann: Im Glashaus-Bad sind die umliegenden Bergketten zum Greifen nah, drinnen ist wie draußen - also ein Naturpark mit jeder Menge Grün, Wasser, Stein und Holz. Die 51.000 Quadratmeter Parklandschaft, die zur Badewelt gehören, haben die Gärtner von Schloss Trauttmansdorff bepflanzt. Und damit sind wir schon beim zweiten kunterbunten Highlight der Stadt: beim botanischen Garten von Schloss Trauttmansdorff, einem der schönsten seiner Art in Europa. Hier kann man nicht nur einen wunderbaren Tag, sondern auch einen tollen Abend verbringen: bei Livemusik (von schrägen, jungen Bands) am Rosenteich. Die Gärten von Trauttmansdorff sind erst elf Jahre alt!
Der beste Ort, so richtig im modernen Meran anzukommen, ist aber vermutlich das "ImperialArt": Einerseits ist es ein Kunsthotel mit nur zwölf Zimmern, von denen keines dem anderen gleicht - alle von Südtiroler Künstlern gestaltet. Andererseits ist es das Wohnzimmer der Stadt: Das Café im Parterre ist seit 95 Jahren eine Institution, in der der Meraner seinen Tag beginnt. Dass sich daran auch nach dem radikalen Umbau vor zwei Jahren nichts geändert hat, sagt viel über die Stadt aus.
Features
Meran entdecken
Sisi-Weg. 45 Minuten, die Sie sich gönnen sollten: direkt vom Kurhaus über einen gut beschilderten Weg zu den Gärten von Schloss Trauttmansdorff - durch das herrliche Villenviertel der Stadt.
Seibstock. Das Delikatessengeschäft in der Innenstadt (Lauben 227) hat seit dem Vorjahr ein Bistro im Gewölbekeller, das man erlebt haben muss!
Pur Südtirol. Südtiroler Spezialitäten vom Speck über Marmeladen bis zum Grappa zu Ab-Hof-Preisen. Freiheitsstraße 35.
Restaurant Andrea Fenoglio. Gaumenfreuden auf Michelin-Sterne-Niveau im feinsten Jugendstil-Ambiente. Sisi-Restaurant in der Galilei-Straße 44.
Saxifraga. Südtiroler Küche mit Ausblick über ganz Meran. Vom Stadtzentrum über den Tiroler Steig hinter der Kirche ca. 6 Min.
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Bild vergrößernDie botanischen Gärten von Schloss Trauttmannsdorff sind eine der Hauptattraktionen SüdtirolsFoto © Fotolia / blickwinkel2511
Die botanischen Gärten von Schloss Trauttmannsdorff sind eine der Hauptattraktionen SüdtirolsGrafik © Fotolia / blickwinkel2511










