Arbeiterkammer rät von Kreditkarten-Abhebungen im Ausland ab
Im Inland und somit im Euro-Raum fallen drei Prozent vom abgehobenen Betrag an, mindestens aber 2,50 bis 4 Euro. Zusätzlich zu den Bargeld-Spesen bei Kreditkarten werden im Nicht-Euro-Raum auch noch Manipulationsgebühren von 1,5 bis zu 2 Prozent fällig.

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Geld abheben sollen die österreichischen Urlauber im Ausland in erster Linie mit der Bankomat-Karte, nicht mit einer Kreditkarte. Denn da fallen laut einem aktuellem Test der Arbeiterkammer (AK) hohe Spesen an. "Bargeld abheben mit der Kreditkarte kommt teuer. Im Inland und somit im Euro-Raum fallen drei Prozent vom abgehobenen Betrag an, mindestens aber 2,50 bis 4 Euro", warnte die Leiterin der AK-Konsumentenpolitik, Gabriele Zgubic, am Montag in einer Aussendung.
Zusätzlich zu den Bargeld-Spesen bei Kreditkarten werden im Nicht-Euro-Raum auch noch Manipulationsgebühren von 1,5 bis zu 2 Prozent fällig, geht aus dem AK-Test bei den Kreditkartenanbietern American Express, Card Complete (Visa, MasterCard), Diners Club und PayLife (Visa und MasterCard) hervor.
Klassische Kreditkarten gibt es laut AK ab 18,17 Euro, Karten mit Zusatzleistungen, etwa Versicherungsschutz, kosten jährlich 54,50 Euro oder mehr.
Die AK empfiehlt in Euro-Ländern den Einsatz der Bankomatkarte. Da falle weder beim Abheben noch beim Einkaufen Zusatzkosten an. Wer außerhalb des Euro-Raumes urlaubt, zahlt mit Bankomat-Karten bei der Abhebung von Bargeld Spesen (0,75 Prozent zuzüglich 1,82 Euro) und beim Bezahlen (0,75 Prozent zuzüglich 1,09 Euro).
Auch beim Aufladen von sogenannten Prepaid-Karten kassieren die Kreditkartendienstleister bis zu einem Prozent des Ladebetrages. Hinzu kommen bei manchen Anbietern Mindest-Aufladesummen. Leistungen und Kosten seien sehr unterschiedlich, so die AK. Im Gegenzug zu den Ladegebühren sind die Prepaid-Karten im Vergleich zu den Kreditkarten günstiger oder gänzlich kostenlos.
Solche Prepaid-Karten ermöglichen eine bessere Kostenkontrolle, weil nur ein gewisser aufgeladener Betrag im Urlaub verfügbar ist. Diese Art von Karte eigne sich auch gut für Jugendliche, so die AK. Nachteilig sei, dass hohe Kosten beim Aufladen und Verbrauch entstehen. Wenn die Karte länger nicht benutzt wird, liegt das Guthaben unverzinst am Kreditkarten-Konto.
Die AK warnt außerdem vor dem Kursrisiko beim Zahlen im Ausland. Aufgrund von schwankenden Wechselkursen kann die tatsächliche Belastung von der ursprünglich angenommenen abweichen. Denn die Umrechnung erfolgt nämlich zum Kurs des Tages, an dem der Umsatz bei der Kreditkartengesellschaft zur Verrechnung eintrifft und nicht zum Datum des Einkaufes.
Was in einem Nicht-Euro-Land an Spesen anfällt:
Spesen für 100 Euro*): Abheben mit Maestro: 2,57 Euro Bezahlen mit Maestro: 1,84 Euro Abheben mit Kreditkarte: 5,00 bis 5,50 Euro Bezahlen mit Kreditkarte: 1,50 bis 2,00 Euro
Spesen für 400 Euro*): Abheben mit Maestro: 4,82 Euro Bezahlen mit Maestro: 4,09 Euro Abheben mit Kreditkarte: 18,00 bis 20,00 Euro Bezahlen mit Kreditkarte: 6,00 bis 8,00 Euro
*) Kursdifferenzen nicht berücksichtigt










