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Zuletzt aktualisiert: 16.06.2012 um 05:10 UhrKommentare

Gäste-Watschn für Kärnten

Urlauber geben Kärnten in puncto Infrastruktur die schlechtesten Noten. Dies zeigte die jüngste T-Mona-Urlauberbefragung.

Kärnten ist schön, aber auch morsche Bankerln im Wald finden enttäuschte Gäste vor, wie hier im Raum Villach

Foto © KKKärnten ist schön, aber auch morsche Bankerln im Wald finden enttäuschte Gäste vor, wie hier im Raum Villach

Türkisblaue Seen, grüne Golfplätze, sanft gerundete Berge und herzliche Gastlichkeit. So stellen sich potenzielle Gäste gerne das Urlaubsland Kärnten vor. Bei der jüngsten T-Mona-Urlauberbefragung bekam Kärnten von Gästen, die ihre Urlaubsentscheidung erst treffen wollten, Bestnoten. Vor allem Seen, das Unterhaltungsangebot, die Atmosphäre und das Kärntner Flair bekommen Vorschusslorbeeren und werden demnach auch mit Bestnoten (1 bis 8) bewertet.

Doch zwischen der Vorstellung und dem tatsächlich Erlebten klafft ein tiefes Loch. Die Ernüchterung tritt ein, wenn die Gäste in Kärnten angekommen sind und mit den tatsächlichen Gegebenheiten konfrontiert werden. Da erhält die Idealvorstellung einen Grauschleier, das so schön konstruierte Urlaubsland Risse und Dellen. Gäste, die in Kärnten urlauben und befragt worden sind, sparen nicht mit Kritik und schlechten Noten. Es sind vielmehr schallende "Watschn", die Kärnten von seinen Gästen bekommt.

Auf dem letzten Platz

Laut T-Mona-Befragung landet Kärnten bezüglich Atmosphäre und Flair, Beschilderungen, Kunst- und Kulturangebot, Kinderbetreuung, Ortsbild und Spazier- und Wanderwege mit den schlechtesten aller möglichen Noten (8 von 8) auf dem letzten Platz aller Bundesländer. Kärntens Stärken scheinen sich demnach in den Seen und Bademöglichkeiten zu erschöpfen. Sie bekommen immerhin die Note 2.

Der Chef, der Kärnten Werbung, Christian Kresse ist über die Ergebnisse entsetzt, die die Infrastruktur-Schwächen Kärntens ungeschminkt bloßlegen. Teilweise muss er den Kritikern recht geben. "Mountainbikestrecken waren bisher gar nicht existent und auch das Ortsbild und die Beschilderungen lassen mancherorts zu wünschen übrig".

ELISABETH TSCHERNITZ-BERGER

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