Australien will womöglich Jagd auf Krokodile erlauben
Die Krokodiljagd soll den Tourismus ankurbeln und den Ureinwohnern Jobs verschaffen.

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Weil die Zahl der Salzwasser-Krokodile in Australien stetig steigt, sollen die riesigen Reptilien womöglich bald gejagt werden dürfen. Die Behörden im Bundesstaat Northern Territory starteten am Donnerstag eine öffentliche Befragung zu dem umstrittenen Projekt, das nach offizieller Version den Tourismus ankurbeln und Ureinwohnern Jobs verschaffen könnte. Der Plan sieht vor, dass Jäger gegen eine Gebühr 50 Krokodile in einem Test-Zeitraum von zwei Jahren erlegen dürfen.
Die königliche Gesellschaft für die Verhinderung von Gewalt gegen Tiere (RSPCA) kritisierte das Vorhaben. "Hier geht es nur darum, Tiere aus Spaß zu töten und dafür gibt es keine Legitimation", sagte RSPCA-Chefin Bidda Jones. Die Jagd auf Krokodile bringe keinen Nutzen für den Umweltschutz und sei nicht das richtige Mittel, um "problematische" Krokodile unter Kontrolle zu bringen.
150.000 Exemplare
In Australien werden jedes Jahr zwei Menschen von Krokodilen getötet, die vor allem im Norden des Landes leben. Die Zahl der seit den 70er Jahren unter Artenschutz stehenden Reptilien stieg in den vergangenen Jahren auf mehr als 150.000 an.










