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Urlaubsländer: Bulgarien punktet auf ganzer Linie Zadar: Fast den Faden verloren Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Reise Nächster Artikel Urlaubsländer: Bulgarien punktet auf ganzer Linie Zadar: Fast den Faden verloren
Zuletzt aktualisiert: 12.04.2012 um 16:09 UhrKommentare

Durch den Alentejo: Übernachten in der Festung und im Kloster

Manche Touristen kommen nur der Pousadas wegen nach Portugal.

Die Pousada de Óbidos im Castelo de Óbidos

Foto © Fotolia / Inacio PiresDie Pousada de Óbidos im Castelo de Óbidos

Es soll Touristen geben, die Portugal nur wegen der Übernachtungen in seinen Pousadas besuchen: Die in den 1940er Jahren vom Staat gegründete und heute teilprivatisierte Hotelgruppe Pousadas de Portugal verfügt über mehr als 40 Standorte auf dem portugiesischen Festland. Gewohnt wird in historischen Gebäuden wie Burgen, ehemaligen Klöstern und Palästen.

"Jede Pousada unterscheidet sich von den anderen", sagte Nuno Gueguse von der Grupo Pestana ("Living History Hotels"), die die Hotelkette führt. "Die kleinste Pousada hat nur neun Zimmer, die größte 126." Letztere hat erst kürzlich bei Lissabon eröffnet: Die Pousada de Cascais lädt ins Fortaleza da Cidadela, ein Fort aus dem 16. Jahrhundert.

Die oftmals denkmalgeschützten Häuser sind je nach Ursprung in drei Kategorien unterteilt - Charme, Geschichte und Geschichte mit Design: Viele der historischen Pousadas wurden mehr oder weniger behutsam modernisiert, um traditionelles Erbe mit zeitgenössischer Architektur und den modernen Ansprüchen an noble Hotellerie zu vereinen.

Übernachten in historischen Gemäuern

Übernachten in historischen Gemäuern, das bietet zum Beispiel die Pousada da Rosa im zinnenbewehrten ehemaligen Kloster Flor da Rosa (Rosenblüte). Die von Rittermönchen geschaffene schlichte Schönheit des vom Anfang des 13. Jahrhunderts datierenden Bauwerks lässt sich trotz vieler Umbauten im Inneren deutlich erkennen. Der einstige Sitz des Malteserordens in der verträumten Ortschaft Crato mitten im Alentejo war, zu unterschiedlichen Zeiten und vor seiner Bestimmung zum Luxushotel, eine Burg, ein Kloster (bis 1775) und schließlich ein Herzogspalast gewesen.

Günstiger gestalten sich solche "Zeitreisen", wenn man in kleineren, privat geführten Häusern absteigt. Das Drei-Sterne-Hotel Solar dos Lilases in Mora im Distrikt Evora war Wohnstätte einer reichen Familie. "1891 ist mit dem Bau begonnen worden. Vor zwölf Jahren hat meine Familie das Gebäude gekauft", erzählte Clara Pires. Der kleine Palast wurde zu einer familiär geführten Albergaria mit 16 Zimmern auf drei Etagen und Swimmingpool umfunktioniert. "Früher gab es drei Badezimmer, jetzt sind es 17", ist Clara Pires stolz.

Ein Protobeispiel für den Turismo Rural im Alentejo, die Übernachtungsmöglichkeiten in Häusern auf dem Land, ist der Convento da Provenca ein wenig außerhalb von Portalegre. Zurückgezogen auf einem Hügel, geht das kleine Hotel mit neun gut ausgestatteten Zimmern auf eine Gründung von Bettelmönchen im Mittelalter zurück. Auf modernes Design in einer alten Olivenölfabrik setzt man im Albergaria O Poejo Boutiquehotel in Santo Antonio das Areias, mitten im Naturpark des Sao Mamede-Gebirges.


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