Weltenwanderer stoppt in Kärnten
Der Oberösterreicher Gregor Sieböck erzählt von 25.000 Abenteuer-Kilometern zu Fuß, die er in acht Jahren, in 19 Ländern, auf vier Kontinenten hinter sich gelassen hat.

Foto © KKGregor Sieböck mit seinem tragbaren "Koffer"
Welch raffinierte Provokation: im Einklang mit sich und der Umwelt zu leben, die Welt zu verbessern, seine Vernunft zu genießen - ohne andere zum Mitmachen zu veranlassen.
Genau so einer ist Gregor Sieböck, 35, aus Oberösterreich. "Ich habe Wirtschafts- und Umweltwissenschaften studiert und festgestellt, dass wir mit der Erde nicht gut umgehen und das globale Ungleichgewicht immer größer wird." Doch er hatte keine Lust, auf Einsicht und Umkehr der Politiker zu warten. "Ich hatte die große Vision, zu Fuß zu wandern und Projekte zu dokumentieren, die zeigen, was jeder Einzelne machen kann."
Also legte er los: 25.000 Kilometer in acht Jahren, in 19 Ländern, auf vier Kontinenten. Ein Paar Schuhe hält erfahrungsgemäß 4000 Kilometer. Sein Wandern war und ist auch eine Reise zu sich selbst: "Die Langsamkeit hat einen Zugewinn in mein Leben gebracht. Und beim Konsumwahn mache ich nur bedingt mit: Ich gebe weniger Geld aus, muss weniger erwirtschaften, bin in der Arbeitswelt freier und nutze die Unabhängigkeit, um die Welt kennenzulernen und darüber zu schreiben und Vorträge zu halten."
Sieböck weiß, dass er Glück hat und "will die Sehnsucht in den Menschen wecken, sich aufzumachen zu ihren eigenen Träumen". Sein Tipp für "Noch nicht aber möchte gern"-Wanderer: "Jetzt schon die Weichen in Richtung Träume stellen." Sein Leben sei "wunderschön" und ebenso sind die Reisefotos und Erzählungen "vom Unterwegssein", die er seinen Zuhörern bietet.
Jetzt schreibt er am Buch "Zeit zu gehen", was aufs Wandern und aufs Loslassen zielt. Danach muss er wieder hinaus! Wohin? "Vielleicht mit dem Segelboot über den Atlantik."
Features
Termine
Rennweg: Freitag, 2. 3., 20 Uhr; Schulbibliothek.
Krumpendorf: Sonntag, 4. 3., 18 Uhr; Gemeindefestsaal.










