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Zuletzt aktualisiert: 20.02.2012 um 10:52 UhrKommentare

Medikamente nur mit englischem Rezept ins Handgepäck

Während des Langstreckenfluges soll man auf Bewegung und Flüssigkeitszufuhr achten. Gönnt man sich nach dem Flug ein bis zwei Tage Ruhe, profitiert davon das Immunsystem.

Foto © Fotolia / Paul Prescott

Gut acht Stunden sind es bis nach New York, zwölf Stunden nach Tokio und gar 24 Stunden nach Sydney: Fernflüge stellen für viele Menschen eine große körperliche Belastung dar. Wer vor, während und nach dem Flug aber einige Tipps beherzigt, kommt gesund an. Das Risiko einer Beinvenenthrombose lässt sich relativ einfach vermeiden. "Egal, ob man als gefährdet gilt oder nicht: Während des Fluges kann Bewegung nicht schaden. Außerdem pro Stunde ein Glas Wasser trinken und am besten kein Alkohol", rät Gesundheitsexpertin Dr. Ulrike Roth von TÜV Rheinland.

Ganz wichtig: Seit dem 11. September 2001 dürfen Passagiere Medikamente nur im Handgepäck mitführen, wenn sie auch eine Bescheinigung über die Notwendigkeit in englischer Sprache dafür vorweisen können. Wer darauf verzichtet, läuft Gefahr, die Medikamente bei einer Kontrolle abgeben zu müssen. "Die Arznei im Koffer unterzubringen ist keine Alternative, denn kommt das Gepäckstück während der Reise abhanden, sind auch die Medikamente verloren", erklärt Dr. Ulrike Roth. Deshalb: Besonders ältere Passagiere und Fluggäste mit chronischen Erkrankungen, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten vor Reisebeginn ihren Hausarzt aufsuchen. Mit dem Mediziner können sie abklären, wie sie ihre Medikamente während der Reise und des Urlaubes am besten einnehmen, wo die englische Bescheinigung zu bekommen ist und welche Impfungen für Urlaubsziele mit anderen klimatischen oder hygienischen Verhältnissen ratsam sind. "Spätestens sechs Wochen vorher sollte die reisemedizinische Beratung erfolgen", empfiehlt Dr. Ulrike Roth.

In den ersten Tagen nach der Landung haben viele Menschen Probleme mit dem Schlaf. Der sogenannte Jetlag kann auftreten, wenn während des Fluges drei oder mehr Zeitzonen überquert werden. "Pro Stunde Zeitverschiebung braucht man in der Regel einen Tag, um sich an den neuen Schlaf-Wach-Rhythmus zu gewöhnen. In den ersten Tagen sollten sich Reisende deshalb schonen", erklärt Dr. Ulrike Roth. Gönnt man sich nach dem Flug ein bis zwei Tage Ruhe, profitiert davon auch das Immunsystem.


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