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Zuletzt aktualisiert: 18.01.2012 um 05:37 UhrKommentare

48 Stunden in Lyon

Soll noch einer sagen, in der drittgrößten Stadt Frankreichs ginge es nur um die (berühmte) Wurst. Wo sie doch auch zwei anmutige Hügel, zwei Flüsse, 24 Hektar Weltkulturerbe und jede Menge Leben hat.

Lyon mit der Basilika Notre Dane de Fourvière auf dem Hügel

Foto © Fotolia / Business PhotoLyon mit der Basilika Notre Dane de Fourvière auf dem Hügel

Anreisen & Informieren

Flüge. Mit der Lufthansa ab Graz (255 Euro); mit Air France ab Wien (ab 175 Euro) oder ab Laibach/Ljubljana (ab 293 Euro). Auch die Adria fliegt Lyon ab Laibach/Ljubljana an. Mit Zwischenstopp in Zürich kann man mehrmals täglich auch mit der Swiss von Wien fliegen. www.airline-direkt.de
Auto. Wer Zeit hat und die Anreise auch schon zum Urlaub zählen kann, bummelt via Turin, Frejus und Chambéry in rund dreieinhalb Stunden nach Lyon.
2013 wollen Italien und Frankreich mit dem Bau einer Milliarden teuren Bahnlinie für einen Superschnellzug von Turin nach Lyon (Fahrzeit: 2 Std.) beginnen.
Wichtig. Mit der Lyon-City-Card ist der Eintritt für diverse Ausstellungen frei.
Infos: Unterkünfte, Gastronomie, Events etc. auf www.de.lyon-france.com

Stadtspaziergänge

Zur Basilika. Vorweg: Aus der Entfernung sieht die Basilika Notre Dame de Fourvière (1871 auf der Spitze des gleichnamigen Hügels errichtet) eindrucksvoll aus. Aus der Nähe ist sie ein geschmacklos-protziger Stilmix. Dafür entschädigt der atemberaubende Blick und der Weg hinauf, vorbei am römischen Theater, den Ausgrabungen und zurück durch den Park und das Renaissanceviertel Vieux Lyon (seit 1998 Weltkulturerbe) mit den Kirchen Saint Georges und Saint Paul und der Kathedrale Saint Jean (ein Muss!) sowie den Traboules - in den Häusern versteckte Höfe und Durchgänge.
Croix Rousse. Arbeiterviertel am zweiten Hügel (Zahnradbahn). Hier hat die Stadt jungen Designern Werkstätten mit Verkauf zur Verfügung gestellt. Ein Muss: Maison des Canuts (Haus der Seidenarbeiter mit Jacquard-Webstuhl).
An der Rhône entlang verläuft ein Uferweg mit vielen Freizeiteinrichtungen.
Die Presqu' île zwischen den Flüssen Rhône und Saône mit riesiger Fußgängerzone, Boutiquen (Mode bis Schokolade).
Einzigartig. Historisches Zentrum der Widerstandsbewegung und der Deportation; Museum für Druckkunst: Museum für Stoffe "Musée des Tissus".

Übernachten

Sofitel Lyon Bellecour. Luxus-Hotel im Presqu' île-Viertel zwischen Rhône und der Place Bellecour, in der Nähe von Kunstgalerien und dem Antiquitätenviertel. DZ ab 160 Euro.
Mercure Grand Hotel Lyon Perrache. Place Bellecour, Museen, Kathedrale in der Nähe, DZ ab 86 Euro.
Hotel College. Boutique-Hotel, ausgestattet vom Designer Jean-Luc Mathias im historischen Bezirk St. Paul. DZ ab 145 Euro.
Hotel Kyriad Lyon Croix Rousse. Zwei Sterne, angenehme Atmosphäre, zentrale Lage. DZ ab 57 Euro.

Essen

Die Heimatstadt von Paul Bocuse ist bekannt für ihre Fülle an mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Kochkünstlern. Tatsächlich findet man in der Altstadt mehr Restaurants pro Quadratmeter als sonst wo auf der Welt. Ob piekfein oder einfach - man muss viel Pech haben, um enttäuscht zu werden.
Die Halles Paul Bocuse sind ein etwas nüchterner moderner Markt mit exquisitem Angebot. Zum Kosten und Kaufen.
Typische Gerichte: Saladier lyonnais (Salat aus Schafsfüßen, Heringsfilets, Geflügelleber und hart gekochten Eiern); Poularde demi-deuil (Huhn mit Trüffeln unter der Haut); Andouillette à la lyonnaise (Wurst aus Schweineinnereien und Kalbfleisch), Rochen, Kaninchen mit Kastanien, Cervelas Lyonnais (Brioche gefüllt mit einer Mischung aus Wurst, Trüffel und Pistazien- kernen). Bugnes de Lyon (Mini-Beignets mit Zitronenaroma). Und: die weltbekannte Fleischwurst, die Lyoner (auch: Cervelas).

Kultur

Puccini plus. Beim Festival (Oper Lyon, 27. 1.- 13. 2.) hat man die Wahl: "Il Tabarro", "Sour Angelica", "Gianni Schicci" an einem Abend oder jeweils kombiniert mit einer selten gespielten Oper eines Puccini-Zeitgenossen. festival-puccini.opera-lyon.com
Die Madonna in der Haute Couture. Bis 25. März im Textil museum, Kreationen aus 650 Jahren.
Extratipps: Die kulturelle Auszeit an jedem ersten Freitag im Monat (18 bis 22 Uhr) im Musée des Beaux-Arts. Das Kulturviertel auf der Landzunge zwischen den beiden Flüssen.

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