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    Zuletzt aktualisiert: 21.11.2011 um 06:06 UhrKommentare

    Jugendstil in Brüssel: Poesie pur

    Brüssel feiert Victor Horta und dessen 150. Geburtstag. Flanieren auf den Spuren des "Jugendstil-Vaters" zahlt sich auch im Regen aus.

    Foto © http://www.flickr.com/photos/geertschneider/1544116423/sizes/z/in/photostream/

    "Nie sei es schöner als im Regen." Es ist nicht das mitternächtliche Paris - man schenkt den stadtneurotischen Worten aber auch vormittags und in Brüssel Glauben. Gerne! Wenn sich etwa die Fassade des Maison Autrique, 1893 von Victor Horta geschaffen, auf der durch die Nässe schimmernden Chaussée de Haecht spiegelt. "Er war ein Rebell, stellte sich der Mode entgegen", beschreibt Valentin Thijs den Mann, auf dessen Spuren man wandelt. Für die 90er des 19. Jahrhunderts neue Materialien wie Stahl, Glas, geschwungene Fensterrahmen, unverkleidete Eisenträger, lichtdurchflutete Räume. Ja, er wusste zu überraschen. Und es waren vor allem wohlhabende Industrielle, die sich bereitwillig vom Art-Nouveau-Architekten überraschen ließen.

    Es prasselt unaufhörlich, Valentin trotzt den Tropfen, ohne Schirm. Ein klein wenig rebellisch, mit dem markanten Spitzbart auch optisch Horta ähnelnd. Zufall? Wenn man dem Kunsthistoriker so lauscht, wie er mit Verve parliert, und dabei flaniert - nein! Dabei lässt er auch die harten Zeiten, ab Mitte der 1960er-Jahre, nicht aus. "Die Häuser wurden als etwas für Neureiche abgetan, erst in den 80ern wiederentdeckt, teilweise abgerissen." So auch "La Maison du Peuple", einst größtes Jugendstil-Gebäude der Welt, das trotz Protesten weichen musste.

    Fotoserie: Impressionen aus Brüssel

    Es gibt aber auch die vielen Beispiele, die noch heute von Hortas Schaffen zeugen. Wie das Hôtel Frison, wo Anna Heylen im Ambiente und Geiste des "Vaters" des Brüsseler Jugendstils Mode macht. "Ich verwende nur hochwertige Materialien, besinne mich auf alte Handwerkstechniken, arbeite nicht im Kollektionsrhythmus." Detailverliebt wie Horta, rebellisch wie Horta.

    Auf das Art-Nouveau-Glasdach klatscht noch immer der Regen, und das ist kein bisschen Prosa, durch und durch Poesie.

    MARTINA STIX

    Victor Horta

    Der Architekt wurde 1861 als Sohn eines Edelschusters in Gent geboren und starb 1947 in Etterbeek.

    Vier Werke seines umfassenden Schaffens sind heute Welt- kulturerbe: Die Häuser Tassel, Solvay, Van Eetvelde und das heutige Horta-Museum, einst seine Wohn- und Arbeitsstätte.

    Mit der Ausstellung "Horta, a lost world" im Maison Autrique feiert man bis 31. Dezember den 150. Geburtstag des Jugendstil-Meisters.

    Art Nouveau in Brüssel

    Brüssel gilt neben Wien und Barcelona als die europäische Jugendstil- Metropole. 170 offiziell registrierte Art- Nouveau-Gebäude sind erhalten.

    Zu den wichtigsten Vertretern zählen Paul Hankar, der mit Horta den damals neuen Stil einleitete, Henri Van de Velde, Paul Santenoy, Ernest Blérot.

    Mystische Stellung hat auch heute noch das Palais Stoclet von Josef Hoffmann, dem Mitbegründer der Wiener Secession. Das Haus ist in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

    Jugendstil-Spaziergänge buchbar auf www.voiredirebruxelles.be

    Allgemeine Infos zum Thema findet man auf www.flandern.at

    Anreise z. B. mit Brussels Airlines, Hin- Rückflug ab 99 Euro (inkl. Taxen und Gebühren). www.brusselsairlines.com

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