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Zuletzt aktualisiert: 04.11.2011 um 05:06 UhrKommentare

Neuseeland: Wo man sich ein Bad schaufelt

Man nehme... ein Opossum: Schrulliges und Schönes auf der Nordinsel Neuseelands.

Foto © Fotolia / Maja Nicht

Zwei Langstrecken um die halbe Welt und 35 Stunden später sieht es zunächst aus wie zu Hause - sanfte Hügel, sattgrüne Wälder, Äcker, Schafe und Fleckvieh. Um die schönen Plätze und liebenswerten Schrullen der Bewohner der Nordinsel Neuseelands auszumachen, muss man schon tiefer ins Land eintauchen. Fünf Beispiele:

1. Fischen, Waitahanui. Man nehme ein Opossum, schneide ihm ein paar Haare ab, binde daraus einen Fischköder und fange die dickste Bachforelle der Welt. Eine einfache Sache, erklärt Greg. Wenn man in Neuseeland aufgewachsen ist. Wer kein Opossum zur Hand hat, fängt sich eben eins. Der passionierte Fischer stellt ein geköpftes rohes Ei in ein Drahtgeflecht. Beim Stibitzen wird die Beutelratte dann eingeschlossen - um fünf Uhr früh wird sie wieder frei sein und Greg auf dem Weg zum Lake Taupo, dem größten See der Nordinsel, begleiten.

Fotoserie: Sagenhaftes Neuseeland

In den Vulkansee münden eine Menge Flüsse, jeder eine Naturschönheit für sich. Wegen der Palmen, Farne, moosigen Böden und duftenden Brombeerschläge ein Traum für Wanderer. An der Mündung des Waitahanui-Flusses gibt es jeden Abend ein Naturschauspiel der anderen Art - zwanzig Fischer stehen im Wasser, aufgereiht wie an einer Perlenschnur. Mit dem überpfannengroßen Fang wird dann in einem der Wirtshäuser um den See geprahlt, wo man ihn gegen Trinkgeld auch zubereitet.

2. Ein heißes Bad, Coromandel. Man miete eine Schaufel und grabe sich ein Loch im weißen Sand - auf das etwa 70 Grad heißes Grundwasser einfließe. Danach braucht es nur noch die nächste kühle Welle aus dem Pazifik, um das Bad zu temperieren. Wer das mit der Welle nicht durchschaut, verbrennt sich die Füße.

3. Geysirzündung, Wai-O-Tapu. Man nehme eine Seifenlauge und schütte sie in den Lady Knox Geysir. Was alle 48 Stunden ohnehin passiert, wird so beschleunigt - Seife verringert die Oberflächenspannung und der Geysir bricht aus. Natürlicher geht es im Whakarewarewa Thermalgebiet zu. Schön ist auch der Champagner Pool bei Rotorua. Aufsteigende Gasblasen erinnern an das Prickeln im Glas. Baden kann man in dem giftigen Pool nicht.

4. Garnelen und Honig, Taupo. Man nehme einen Sonnenschirm und lasse sich von einem riesigen Kuschel-Shrimp per Video erklären, wie man seine Artgenossen am besten fängt und verspeist. Zur Belohnung gibt's den Fang am offenen Kamin. Eines der Aushängeschilder Neuseelands neben Kiwi und Wolle ist der Manukahonig, eine aus dem Nektar der Südseemyrte gewonnene Köstlichkeit. Im "Honey Hive", dem Tempel für Honigfans bei Taupo, kann man mehrere Bienenvölker hinter Glas dabei beobachten, wie sie ihn in ihre Waben einbringen.

5. Hobbiton, Matamata. Man nehme einen Rauschebart und einen langen Umhang. So angetan besteigt man den Bus auf der Alexanderfarm und fährt damit nach Hobbiton, der einzigen komplett erhaltenen Filmkulisse aus der "Herr der Ringe"-Trilogie. Bei der Führung durch das Auenland, vorbei an rund 40 Hobbitbauten, fällt man als Zauberer Gandalf gar nicht auf.


Wissenswert

Mehr Infos zum Neuseelandurlaub für jedes Budget - von Trampen bis Luxus - holt man sich auf der englischsprachigen Homepage von "Explore New Zealand". www.newzealand.com, www.explorenewzealand.co.nz

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