Spanische Hofreitschule mit hoher Tradition

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Sie ist eine Touristenattraktion ersten Ranges - und blickt auf eine lange Tradition zurück: die Spanische Hofreitschule. Im Jahr 1572 wurde ein "Spainischer Reithsall" erstmals urkundlich erwähnt. Das Spanische in ihrem Namen leitet die Reitschule von der auf der iberischen Halbinsel heimischen Pferderasse ab, die ab 1580 Lipizzaner genannt wurde.
Heute treten die berühmten weißen Pferde nicht nur in Wien, sondern auch im Rahmen umfangreicher Tourneen auf. Eingeführt wurde die Zucht spanischer Pferde in Österreich bereits um 1562 durch Kaiser Maximilian II. Drei Jahre später wird vor der Wiener Stallburg ein "Ross-Tumblplatz" errichtet. Da dieser Reitplatz allerdings nicht überdacht und bei schlechtem Wetter nicht benutzbar war, wurde 1572, dort wo sich heute der Josefsplatz befindet, ein Reitstall aus Holz errichtet. Dieser war zwar nur als Provisorium gedacht, hielt dann aber länger, als man dachte.
1681 entschloss sich Kaiser Leopold I., eine neue Reitschule errichten zu lassen. Diese war zwar 1683 weitgehend fertiggestellt, wurde dann aber während der Türkenbelagerung schwer in Mitleidenschaft gezogen. Neue Höhepunkte brachte der Wiener Reitschule dann die Barockzeit. Um 1730 wurde eine "Winterreitschule" errichtet, in der Ritter-Spiele und "Karussells" abgehalten und prunkvolle Hofbälle und Maskenfeste veranstaltet wurden.
Ihre heutige Form erlangte die Spanische Hofreitschule schließlich Anfang des 19. Jahrhunderts. Zur Zeit der bürgerlichen Revolution (1848) war die Reitschule auch Schauplatz der Politik. Vom 22. Juli tagte hier der neu gewählte Österreichische Reichstag.
Nach dem Ersten Weltkrieg kamen die meisten Lipizzaner zuerst nach Laxenburg bei Wien, dann in das Gestüt Piber in der Steiermark. Erst am 26. Oktober 1955, dem Tag an dem auch die immerwährende Neutralität vom Nationalrat beschlossen wurde, kehrte die Hofreitschule in die Stallburg zurück.
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