Im Süden Portugals leben Surfer ihren Traum

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Zum Sonnenaufgang mit dem Brett ins Wasser, zum Frühstück Milchkaffee und ein Croissant. Mittagsschlaf im Bulli, den Tag über in Cafés und am Strand abhängen. Gegen Abend wieder ins Wasser und in den Sonnenuntergang surfen. Im Süden Portugals leben Surfer ihren Traum.
Es ist 05.45 Uhr, und im Süden der portugiesischen Atlantikküste beginnt ein weiterer Tag im Rhythmus des Surfens. Das Städtchen Carrapateira wurde im 12. Jahrhundert an der Algarve im Südwesten Portugals gegründet. In der Nähe liegt Sagres, der westlichste Punkt des europäischen Festlandes. Von Carrapateira aus jagten Walfänger früher ihre Beute. Die Surfer interessiert das eher weniger. Sie sind allein wegen der Wellen hier.
Die Bedingungen an diesem Morgen sind perfekt. Es ist Ebbe, und der Wind weht leicht aufs Meer hinaus, Offshore nennen Surfer das. Immer wieder vollführen sie das gleiche Prozedere: Die Welle anpaddeln, sich vom Brett abstoßen, aufspringen, um dann die Welle entlang zu gleiten, im guten Fall mehr als 100 Meter weit. Einige der Surfer schneiden Kurven wie Snowboarder ins Meer oder springen über den Kamm der Welle hinaus wie Skateboarder in der Halfpipe.
Für Anfänger spielen schlechte Verhältnisse keine große Rolle. Viele Surfschulen bieten auch Kurse an Tagen an, die nicht perfekt sind. Anfangs ist man ohnehin damit beschäftigt, paddeln zu lernen und auf dem Brett aufzustehen. Das kann schon mal ein paar Tage dauern. Auch rund um Sagres gibt es viele Surfschulen und Surfcamps. Nach dem Wellenreiten treffen sich in Sagres die Surfer in den kleinen Cafés zu "meia de leite", Milchkaffee, und portugiesischem Croissant.










