Badeunfälle lassen sich vermeiden

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Sommerzeit ist Badezeit. Dass der Spaß im kühlen Nass aber nicht ungefährlich ist, zeigt schon ein Blick auf die Statistik. Im Durchschnitt ertrinken allein in Österreich jedes Jahr 84 Menschen. "Wer zu weit hinaus schwimmt, sollte bedenken, dass es im Wasser keine Gelegenheit gibt, sich irgendwo auszuruhen und neue Kräfte zu sammeln", erklärt Chefarzt Wolfgang Schreiber vom Roten Kreuz.
"Leichtsinn und Überschätzung sind die häufigsten Ursachen für Badeunfälle", so Schreiber. "Viele der Unfälle können vermieden werden, wenn die Baderegeln befolgt werden." Menschen mit Herz- oder Kreislauferkrankungen sollten generell vorsichtiger sein. Egal ob alt oder jung, jeder sollte sich abkühlen, bevor er ins Wasser geht - ganz besonders nach Sonnenbädern. Denn der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Körper belastet den Organismus. Vom Schwimmen mit vollem oder ganz leerem Magen sowie nach dem Genuss von Alkohol ist abzuraten. "Bleiben Sie nicht zu lange im Wasser. Wenn Sie frieren, drohen Krämpfe oder sogar Unterkühlungen. Nach dem Bad sollte das nasse Badezeug durch trockenes ersetzt werden", riet Schreiber.
Sprünge in unbekannte Gewässer bergen Gefahren. Schreiber: "Unter der glatten Wasseroberfläche können sich Felsen, Baumstämme oder andere Dinge verbergen. Springen Sie nur ins Wasser, wenn Sie sicher sind, dass es frei und tief genug ist. In der Nähe von Schleusen, Wehren, Brücken oder an Schifffahrtsrouten ist Baden gefährlich. Es kann ein Sog oder eine starke Strömung entstehen. Die Schiffsschrauben von Booten können arge Verletzungen verursachen. Nichtschwimmer sollten innerhalb der gekennzeichneten Bereiche bleiben oder nur bis zur Brust ins Wasser gehen."
Während Gewitter kann der Aufenthalt im Wasser lebensgefährlich werden. Beim Schwimmen im Meer droht ebenfalls Gefahr durch Strömungen. Eltern sollten ihre Kinder daher am Wasser nie unbeaufsichtigt lassen. Schreiber: "Als Schwimmhilfen sind nur dem Alter angepasste Schwimmflügel zu empfehlen, die auch getrennte Luftkammern haben sollten. Luftmatratzen, Reifenschläuche oder Gummitiere sind dafür nicht geeignet."










