Urlaub im In- oder Ausland?
Österreicher zieht es im Urlaub in die Ferne, doch immerhin ein Drittel bleibt im eigenen Land. Am liebsten in Kärnten.

Foto © APAPalmen oder doch Berge?
Kurz vor der Urlaubssaison ist auch die stressigste Zeit für Meinungsforschungs-Institute. Sie überschlagen sich förmlich in Prognosen und Motivforschungen über das Urlaubsverhalten der Österreicher. Nach den ersten veröffentlichten Ergebnissen können die Touristiker aufatmen: Die Österreicher sind wieder deutlich urlaubswütiger, als noch vor einem Jahr. Fast 80 Prozent planen einen Urlaub. Unsicher ist allerdings, wohin? Laut der jüngsten IMAS-Umfrage zieht es 44 Prozent der Österreicher ins Ausland - Aschenwolke und Griechenlandkrise hin oder her. Eine starke Gruppe von 41 Prozent ist urlaubsresistent und will oder kann sich einen Urlaub gar nicht leisten.
Drittel bleibt im Inland
Doch die heimischen Touristiker dürfen nicht klagen: Immerhin jeder dritte Österreicher verbringt seine Ferien noch immer im Inland. Damit hat sich Österreich als beliebtestes Reiseziel heimischer Reisender in den vergangenen Jahren etabliert, damit bleiben Millionen an Wertschöpfung in Österreich. Das hat eine Studie des Instituts für Tourismus und Freizeitforschung ergeben.
Und wohin fahren die Österreicher am liebsten, wenn sie zu Hause bleiben? Immer noch lockt der Süden, Kärnten ist das beliebteste Urlaubsland. 6,9 Prozent der patriotischen Österreicher haben in den Jahren 2005 und 2009 ihren Haupturlaub in Kärnten verbracht, 6,2 Prozent in der Steiermark. Was auffällt: Kärntner zieht es in die Ferne, für die Steirer hingegen ist die Grüne Mark als Urlaubsziel sehr beliebt. Das gilt wiederum nicht für den Urlaub am Bauernhof in Kärnten. Geschäftsführerin Edith Sabath-Kerschbaumer gibt an, dass der Anteil der urlaubenden Kärntner mittlerweile zwölf Prozent beträgt und stetig wächst.
600 Euro pro Urlaub
Die Krise macht die Österreicher im Urlaub nicht sparsamer. Auch das hat IMAS erhoben: 43 Prozent wollen sich heuer gleich viel leisten, wie in den Jahren zuvor. Sechs Prozent wollen sogar tiefer in die Tasche greifen, 15 Prozent werden hingegen ihren Gürtel in den Ferien enger schnallen. Ein Drittel ließ sich nicht in die Geldtasche blicken und hat sich noch nicht festgelegt. Im Schnitt sind 600 Euro pro Person für den Sommerurlaub budgetiert.
Österreicher, die es in die Ferne zieht, landen meist in Italien, in der Türkei oder Ägypten, mit ihren preiswerten All-inclusive-Angeboten, oder in Griechenland. Wenn Hellas auch noch immer zu den beliebtesten Zielen der Österreicher gehört, geht die Nachfrage zurück. Bei der Verkehrsbürogruppe sind um acht Prozent weniger Buchungen nach Hellas eingegangen.










