Vulkanasche - Laut ZAMG Mittwoch kritischer Tag

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Der Flugverkehr in Österreich ist laut Austro Control bis auf weiteres gestattet, aus Sicht der Meteorologen könnte sich die Situation aber bereits ab Mittwoch wieder zuspitzen: Eine neue Wolke, die sich derzeit über Großbritannien befinde, bewege sich durch die derzeitige Nordwest-Strömung genau nach Österreich.
"Es kommt die Luft vom Vulkan relativ in unsere Richtung", erklärte Gerhard Wotawa von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) gegenüber der APA. "Morgen ist ein sehr kritischer Tag, gegen Abend hin." Vorbei ist es mit dem ungünstigen Nordwestwind laut Prognosen frühestens am Donnerstag, eventuell auch erst am Freitag. Wirklich einschätzen könne man die Situation erst am Mittwoch, wenn man wisse wohin sich die neue Wolke tatsächlich bewege, betonte Wotawa.
"Derzeit haben wir noch die alte Wolke über Österreich", erklärte der Meteorologe. Die Partikel-Konzentration sei aber weitaus niedriger als beim Durchzug am Freitag und Samstag. Für Dienstag habe man bisher leicht erhöhte Werte festgestellt, diese seien aber um den Faktor zehn kleiner als bei der bisher stärksten Belastung während des Durchzugs am Wochenende. Relativ gesehen sei die Konzentration speziell am Samstag und in der Nacht auf Sonntag besonders hoch gewesen.
Genauere Angaben seien aufgrund fehlender Referenzwerte nicht möglich, betonte Wotawa. Verantwortlich dafür sei das Fehlen von echten Messdaten aus dem Flugraum sowie das nicht Vorhandensein von Mengenangaben, wie viel Asche freigesetzt wurde. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete am Dienstag, dass aus Island kaum neue Vulkanasche auf den europäischen Kontinent gelangt: Laut dem Meteorologische Institut in Reykjavik werde nur mehr Lava und fast reiner Wasserdampf ausgestoßen. Die Probleme für die Luftfahrt würden ausschließlich durch Verschiebungen der schon vorhandenen Aschepartikel herrühren. Das Meteorologischen Institut in London gab an, dass "die Eruption sich verstärkt hat und sich eine neue Aschewolke in südöstlicher Richtung auf Großbritannien zubewegt".










