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Zuletzt aktualisiert: 01.04.2010 um 11:25 UhrKommentare

"Ewige Stadt" als neue Heimat

Seit zwölf Jahren ist Rom Lebensmittelpunkt der St. Andräerin Josefa-Maria Weinberger (35). Vom Chaos der Großstadt erholt sie sich alle paar Monate im Lavanttal.

Rom ist die neue Heimat der St. Andräerin Josefa-Maria Weinberger

Foto © PrivatRom ist die neue Heimat der St. Andräerin Josefa-Maria Weinberger

In die "ewige Stadt" Rom hat es die St. Andräerin Josefa-Maria Weinberger vor zwölf Jahren verschlagen. Begonnen hat alles mit einem "Zufall", wie es die heute 35-Jährige nennt: "Ich habe am Publizistikinstitut in Wien gelesen, dass es noch einen freien Platz am Institut in Rom gibt. Daraufhin habe ich mich einfach so beworben", sagt die Auswanderin. Bereits nach den ersten Wochen hat sie sich in die Stadt verliebt. "In das Klima, das Essen, die Lebensfreude und in das Meer", schwärmt die St. Andräerin.

Kitschige Schokoeier

Vom Chaos der Großstadt erholt sich Weinberger in ihrem Garten in Kärnten. "Ich bin sehr heimatverbunden und komme alle zwei, drei Monate in meine alte Heimat", sagt Weinberger. Besonders in der Osterzeit geht es in Rom bunt zu. "Der Massentouristenansturm hat schon voll begonnen", so die 35-Jährige, der die österreichische Dekoration mit Frühlingsblumen und Osterhasen schon etwas abgeht. "In Italien ist es zu Ostern beliebt, riesige Schokoeier zu türmen. Meiner Meinung nach sieht das kitschig aus", so die Auslandslavanttalerin, die auch Beweisfotos geliefert hat.

Die Liebe zu Italien hat die St. Andräerin im September 1997 im Zuge ihres einjährigen Auslandsstipendiums an der "Universitá degli Studi La Sapienza di Roma" entdeckt. "Im Anschluss daran habe ich zur Ausarbeitung meiner Diplomarbeit beim Radio Vatikan in Rom wissenschaftlich geforscht", so Weinberger, die an der Universität in Wien Publizistik und Italienisch studiert hat. Bis auf ein dreimonatiges Praktikum in Brüssel 2001 blieb die Lavanttalerin seitdem der "ewigen Stadt" treu.

Schnorcheln auf der Insel

Von 2003 bis 2005 war Weinberger als Übersetzerin tätig, seit 2005 ist sie Assistentin der Geschäftsführung der "Vienna Insurance Group" in Rom. "Das ist der perfekte Job für mich, um mein Organisationstalent unter Beweis zu stellen", sagt das Sprachentalent. In ihrer Freizeit besucht die Lavanttalerin gerne Ausstellungen und Konzerte oder besichtigt Kirchen. Ansonsten geht sie mir ihren Freundinnen Schwimmen und Schnorcheln. "Am liebsten auf meiner Lieblingsinsel ,Ponza'", verrät die 35-Jährige. Außerdem fährt sie gerne mit ihrem Mountain-Bike die "Via Appia Antica" entlang.

"Ausgefallene" Führungen

Doch die "wahre Liebe" der Auswanderin liegt in der Gastronomie und im Tourismus. "Aus diesem Grund nehme ich oft an Weinverkostungen teil, probiere immer wieder neue Restaurants und römische Gasthäuser aus, die ich dann als ,Geheimtipp' weitergebe. Außerdem organisiere ich ausgefallene Stadtführungen für Besucher aus der Heimat, damit sie das römische Leben zu spüren bekommen", so Weinberger, die sich damit ein Taschengeld dazu verdient. Und bei diesen Stadtführungen darf ein Ort nie fehlen: Der "Giardino degli Aranci", der Orangengarten am Aventin-Hügel. "Den Ausblick von dieser Terrasse muss man einfach gesehen haben."

BETTINA FRIEDL

Fakten

Auslandslavanttaler: Bislang präsentierte die "Kleine Zeitung" über 60 Lavanttaler, die sich in vielen verschiedenen Ländern ein neues Leben aufgebaut haben. Heute stellen wir Ihnen die St. Andräerin Josefa-Maria Weinberger vor, die es vor zwölf Jahren nach Rom verschlagen hat. Um sich ein Taschengeld zu verdienen, bietet sie "ausgefallene" Führungen durch Rom an. Wer an einer Führung interessiert ist, kann sich unter Telefon (0039) 348 - 070 58 98 melden.

Kandidaten: Kennen Sie einen Auslandslavanttaler? Schicken Sie uns Namen, Telefonnummer oder Mail-Adresse der betreffenden Person an die "Kleine Zeitung", Johann-Offner-Straße 3, 9400 Wolfsberg. Mail: wolfsberg@kleinezeitung.at.

Foto

Foto © Privat

Radfahren ist eines der Hobbys von Josefa: ein Foto vom LavantradwegFoto © Privat

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