Venedig will Straßenbettler verjagen
Bettlern winken Strafen bis zu 500 Euro.

Foto © APAVenedig soll frei von Bettlern werden
Die Stadt Venedig startet einen Feldzug gegen
Straßenbettler. Der Stadtrat hat eine Vorschrift erlassen, derzufolge
man auf der Straße nicht betteln darf. Bei Verstößen drohen
Geldstrafen bis zu 500 Euro. Die Maßnahme wurde ergriffen, um die
Millionen Touristen, die in der Hauptsaison die Lagunenstadt
besuchen, vor professionellen Bettlerbanden zu schützen. Der Stadtrat
warnte, dass skrupellose Menschenhändler von der Barmherzigkeit der
Leute profitieren und Krüppel und Kinder als Bettler ausnutzen.
Florenz. Auch die Stadt Florenz hat im April einen Feldzug gegen
Straßenbettler gestartet. Der Stadtrat verabschiedete eine
Vorschrift, derzufolge Bettler nicht auf der Straße liegend betteln
dürfen. Der Grund: Sie seien ein Hindernis für Fußgänger. Die
Maßnahme wurde ergriffen, nachdem eine blinde Frau auf eine liegende
Bettlerin gestolpert und sich verletzt hatte.
Assisi. Auch Assisi, die Stadt des Heiligen Franziskus, hat das Betteln
vor den Kirchen verboten. Bedürftige werden an öffentlichen Orten,
"die weniger als 500 Meter von Kirchen, Plätzen und öffentlichen
Gebäuden entfernt sind", nicht mehr um Almosen bitten dürfen,
beschloss die Stadtverwaltung. Die Maßnahme wurde ergriffen, um die
Sicherheit von Touristen und Pilgern zu garantieren, erklärte
Bürgermeister Claudio Ricci. Viele Bettler würden von professionellen
kriminellen Banden ausgebeutet, Touristen und Bürger hätten sich
beschwert, begründete Ricci den Schritt.










