Luxus kennt keine Grenzen
Wem Luxury-Kreuzfahrten und Nobelsafaris nicht reichen, der bucht eine ganze Insel oder einen Weltraumflug. Reisen mit Kosten von 10.000 bis 20.000 Dollar boomen.

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Eine ganze Insel für sich und den allerliebsten Menschen allein oder eine fröhliche Party-Truppe? Selbstverständlich mit allem Drum und Dran, was man sich nur vorstellen kann. Kein Problem - für 50.000 Dollar die Nacht. Das ist nicht mehr Luxus, sondern schon viel, viel mehr.
20.000 Dollar pro Reise. In der Reisebranche spricht man derzeit sogar schon von verschiedenen Luxusniveaus: Premium, Ultra-Luxury und Über-Luxus. Generell weist das Luxus-Segment mit jährlichen Wachstumsraten von 20 Prozent die größten Steigerungen der Reiseindustrie auf. Nur drei Prozent Luxusreisende tragen ein Viertel zu den Gesamteinkünften des weltweiten Tourismus bei. Diese Oberen Zehntausend geben zwischen 10.000 und 20.000 Dollar pro Person und Reise aus. Das sind die Ergebnisse der ILTM-Luxury Industry Study, die auf der ITB in Berlin vorgestellt wurde.
Komplett ausgelastet. Die Nachfrage in Sachen Kreuzfahrten im High-End-Segment des Marktes wächst rasant. Der Ultra-Luxus-Anbieter "Seaburn" meldet durchgängig die komplette Auslastung der Kapazitäten und wird 2009 die 250 Millionen Dollar teure "Seabourn Odyssey" vom Stapel lassen. Ultra-Luxury-Schiffe zeichnen sich durch sehr persönlichen Service, die Gesellschaft Gleichgesinnter an Bord und flexiblen Tagesablauf aus.
Privatjets. Hoch im Kurs sind auch Private Jets - selbst wenn damit ein Flug von Norddeutschland in die Toskana mehr als 10.000 Euro kostet.
Für Ferrari-Liebhaber. Ein besonderes Zuckerl für Toskana-Fans ist die viertägige Ferrari-Tour bis in die italienische Hauptstadt Rom. Der Spider steht am Flugplatz bereit, ein Begleitfahrzeug transportiert die Koffer, sein Fahrer kümmert sich um den Parkplatz und das Tanken. Für vier Tage und drei Übernachtungen gilt es, 4400 Euro pro Person zu berappen.
Luxus-Safaris. Etwas teurer sind da allerdings schon Luxus-Safaris in Kenia. Für eine Nacht in der Baumhaus-Suite der Safaricamps des britischen Starunternehmers Richard Branson muss man 1300 Euro hinblättern. Dafür genießt man dann aber auch Wildlife pur und wird dabei bestens umsorgt.
Reif für die Insel. In Europa ist das Mittelmeer als Luxusdestination wieder en vogue. Für den Jet Set, der die Cote d'Azur schon kennt, liegen derzeit zunehmend Marokko und andere "exotischere" Destinationen im Trend. Genauso wie die "Rent an Island"-Option - hier bietet sich die Malediven-Insel Vabbinfaru für 50.000 Dollar pro Nacht an.
Weltraumflüge. Der letzte Schrei im Ultra-Luxus-Segment? Flüge in den Weltraum! Bei völliger Stille und mit dem Gefühl der Schwerelosigkeit lässt sich in mehr als 100 Kilometern Höhe die Aussicht auf die Erde genießen. Nur sechs Passagiere passen in das Space Shuttle - 200 Plätze wurden laut "Virgin Galactic"-Website allerdings bereits verkauft. Im Jahr 2009 geht es mit dem Weltraum-Tourismus los, um 135.000 Euro ist man dabei. Eine mögliche Steigerung wäre dann nur noch ein Hotel im All.
Features
Wissenswert
Hochvermögende. 2006 wurde ihre Zahl mit 9,5 Millionen beziffert.
Luxusreisen. Der Anteil an den globalen Ankünften liegt bei drei Prozent, 25 Millionen.
Ausgaben. Diese betragen 180 Milliarden US-Dollar pro Jahr, 25 Prozent des weltweiten Tourismuseinkommens . Der Durchschnittswert pro Reise liegt bei 20.000 Dollar.
Privatjets. Nach Schätzungen von Rolls Royce sind weltweit 25.000 in Betrieb. Bis 2013 sollen weitere 12.700 folgen. Der Gesamtwert: 125 Milliarden Dollar.
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Warum nicht gleich eine ganze Insel mieten?Foto © www.virgin.com/limitededition










