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  • 01. August 2014 01:42 Uhr | Als Startseite
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    Zuletzt aktualisiert: 02.09.2012 um 11:08 UhrKommentare

    VKI-Kritik: OP-Kosten trotz Zusatzversicherung

    Der Verein für Konsumenteninformation hat in vier Grazer Krankenhäusern erhoben, dass die Versicherten mit unterschiedlichen Begründungen wie Hygiene und bessere Implantate ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden.

    Foto © AP/Symbolbild

    Trotz Zusatzversicherung sind Prothese-Patienten in Grazer Privatspitälern offenbar nicht vor Zusatzkosten geschützt. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat in vier Krankenhäusern erhoben, dass die Versicherten mit unterschiedlichen Begründungen wie Hygiene und bessere Implantate ein zweites Mal zur Kasse gebeten werden. Der VKI sah Gesprächsbedarf zwischen den Privatversicherern und den Spitälern.

    Wer sich in der Steiermark für eine Hüftoperation in ein Privatspital legt und glaubt, mit einer Zusatzversicherung zweiter Klasse - also mit Anspruch auf Zweibettzimmer und flexibleren OP-Terminen - ohne Zusatzkosten auszukommen, wird enttäuscht. Ärzte verordnen den Patienten nach dem Eingriff aus hygienischen Gründen ein Einzelzimmer, bezahlen muss das dann aber der Operierte selbst. Der "Einzelzimmerbelegungszwang" könne laut VKI auf bis zu 1000 Euro kommen, die der Patient trotz seiner Zusatzversicherung privat zu bezahlen hat.

    Aus der Privatklinik Leech beispielsweise habe der Verein erfahren, dass die Versicherung nur für die Operation und nicht für die Prothese aufkomme. Wünsche man das teurere Implantat, so müsse man ins Einzelzimmer. Damit werden laut VKI die Kosten für die Prothese über den Weg der Einzelzimmerunterbringung quersubventioniert. Ähnliches passiere den Patienten auch in der Privatklinik der Kreuzschwestern in Graz-Geidorf.

    Im Hansa Privatklinikum Graz sei von den Kosten keine Rede gewesen. Dort habe es geheißen, dass der Patient schlicht aus Hygienegründen im Einzelzimmer untergebracht werden müsse. Einzig in der Privatklinik Graz Ragnitz schien man in bestimmten Fällen vom Zwang zum Einzelzimmer abzurücken. Eine Aufzahlung sei nicht mehr verpflichtend, das hänge vom Arzt ab, erfuhr der VKI.

    Den Privatversicherern sei das Problem bekannt, doch man habe keine Handhabe gegen die Angebotsgestaltungen der Spitäler. Bärbel Klepp, Gesundheitsexpertin des Vereins, wolle die Versicherungsunternehmen aber nicht aus der Verantwortung entlassen: "Die Anbieter machen es sich hier zu einfach, denn die Kunden schließen eine Sonderklasseversicherung schließlich mit dem Ziel ab, dass Kosten wie etwa für eine Hüft-OP übernommen werden." Es könne nicht sein, dass Kunden zweimal zur Kasse gebeten werden.

    Quelle: APA

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