Happy Birthday, Ihre Majestät! Mit 91 Jahren immer noch fest im Sattel

Zu Ehren der Queen wird es wieder Salutschüsse geben. Die traditionelle Geburtstagsparade "Trooping the Colour" ist aber erst im Juni.

Queen Elizabeth II wird heute 91 Jahre alt
Queen Elizabeth II wird heute 91 Jahre alt © AFP
 

Stolze 91 Jahre alt wird Königin Elizabeth II. am 21. April. Und noch immer nimmt sie - oft lächelnd, gekleidet in knallige Farben und die Handtasche am Arm baumelnd - zahlreiche Termine wahr. Falls sie die guten Gene ihrer Mutter hat und nicht schwer erkranken sollte, dürfte sie noch viele Jahre vor sich haben: Queen Mum wurde immerhin 101.

Geburtstagsparade im Juni

Und wie feiert Elizabeth ihren Geburtstag? "Wie immer", heißt es aus dem Buckingham-Palast. Ihr zu Ehren wird es wieder Salutschüsse geben. Die traditionelle Geburtstagsparade "Trooping the Colour" ist aber erst im Juni. Weil das Wetter eher schlecht ist auf der Insel, feiern britische Monarchen bei mehr Sonnengarantie. Viele Pferde, alte Pracht - stets ist ein Hauch von Empire dabei.

65 Jahre sitzt Elizabeth nun schon auf dem Thron. Ein gutes Dutzend Premierminister hat sie kommen und gehen gesehen, angefangen mit Winston Churchill. Alle haben wöchentlich mit ihr im Palast über ihre Amtsgeschäfte geplaudert. Am schlechtesten soll sie sich mit Margaret Thatcher, der "Eisernen Lady", verstanden haben.

Die ewige Königin: Elizabeth II. in Zahlen

Null

Elizabeth II. besaß nie einen Pass. Alle britischen Pässe sind nämlich in ihrem Namen ausgestellt.

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Vier

Im Alter von vier Jahren erhielt Elizabeth von König George V. ihr erstes Pony "Peggy", womit ihre lebenslange Leidenschaft für Pferde begann. Im Bild: Foto der Queen, die gemeinsam mit dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan auf Schloß Windsor reitet.

 

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Rund zehn Stunden hat Queen Elizabeth für die Verlesung ihrer inzwischen "Reden der Königin" zur jährlichen Eröffnung der Sitzungsperiode des Parlaments gebraucht.

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Dreizehn Premierminister und -innen hat es während der Regentschaft von Queen Elizabeth II. gegeben, angefangen bei Winston Churchill bis hin zur jetzigen Regierungschefin Theresa May.

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Im Jahr 1948 brachte Elizabeth mit 22 Jahren ihr erstes Kind, Prinz Charles, zur Welt. Es folgten Anne, Andrew und Edward.

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25 jahre alt war Elizabeth bei der Thronbesteigung nach dem Tod ihres Vaters, König George VI., im Februar 1952.

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Seit 69 Jahren sind Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, und Queen Elizabeth II. verheiratet. Ihr Hochzeitstag war am 20. November 1947.

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117: Zahl der Länder, die Elizabeth in der Welt besucht hat, wobei sie 1,7 Millionen Kilometer zurücklegte. Einmal besuchte sie auch Österreich, wo sie im Mai 1969 sechs Tage verbrachte.

Im Bild: Die Queen bei ihrer Ankunft auf dem Flughafen Berlin-Tegel im Juni 2015.

 

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341 offizielle Termine hatte die Königin allein im Jahr 2015 in Großbritannien und der Welt, darunter Besuche in Deutschland und Malta. Im Bild mit dem thailändischen Botschafter Pisanu Suvanajata.

 

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626: Zahl der Patenschaften der Königin, darunter Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und Militärregimenter.

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50.000: Zahl der Besucher, welche die Königin im Schnitt pro Jahr bei offiziellen Einladungen wie Banketts und Gartenpartys empfängt.

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33.446.430: Zahl der Minuten auf dem Thron, als Elizabeth am 9. September 2015 den bisherigen Regentschafts-Rekord im Königreich von Queen Victoria, ihrer Ururgroßmutter, schlug.

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Und wie geht es der Queen im hohen Alter? Sie ist pflichtbewusst, bei klarem Verstand und sitzt fest im Sattel - nicht nur auf dem Thron, sondern auch auf dem Rücken ihrer geliebten Pferde.

Trooping the Colour: Die große Parade für die Queen

Trooping the Colour

Camilla, Duchess of Cornwall, und Catherine, Duchess of Cambridge, kommen gemeinsam mit Prince Harry bei der Militärparade an.

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Trooping the Colour

Mut zur Farbe: Die Queen ist in Großbritannien so beliebt wie nie zuvor.

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Trooping the Colour

Ein Soldat kollapierte während der Parade.

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Trooping the Colour

An der Parade sind mehr 1400 Soldaten und 200 Pferde beteiligt. Den zehntausenden Zaungästen gefällt, was sie zu sehen bekommen.

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Trooping the Colour

Ein Fest der ausgefallenen Hüte: Prinzessin Beatrice von York und Prinzessin Eugenie von York mit Prinz Andrew.

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Mitglieder der "Coldstream Guards" gehen am Buckingham Palace vorbei.

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Die Queen mit ihrem Gemahl Prince Philip, der am Freitag seinen 95. Geburtstag feierte.

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Trooping the Colour

Viele Schaulustige ließen sich das Spektakel nicht entgehen.

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Prince Harry.

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Prunkvoller Aufmarsch der Berittenen.

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Nach der Parade zeigten sich die Royals traditionell am Balkon des Buckingham Palace.

Die Queen hatte dabei durchaus ihren Spaß.

Auch Prinzessin Charlotte und Bruder George zeigten sich am Balkon.

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Steuer fest in der Hand

In ihrem hohen Alter tritt sie mittlerweile aber etwas kürzer: Die Queen hat zumindest einige Schirmherrschaften an ihre Familie abgegeben - einige Hundert hat sie noch. Große Sorgen machten sich die Briten, als sie und ihr Mann Philip (95) über Weihnachten schwer erkältet waren. Aber das Paar ist zäh. Im Palast soll es über die Queen heißen: "She is very much at the helm" - sie hat das Steuer fest in der Hand.

Enkel William, der zweite in der Thronfolge, zieht mit Kate und den beiden Kindern im Sommer ganz nach London, auch um seine Großmutter mehr zu unterstützen. Fast alle Royals touren in diesen Wochen zum Beispiel als Brexit-Botschafter durch Europa. Erst vorige Woche waren Prinz Charles und seine Frau Camilla in Wien. Im Sommer reisen Kate und William nach Deutschland und Polen. Wann genau, ist noch unklar.

 

Die Briten lieben ihre Königin besonders jetzt, wo Unsicherheit durch den bevorstehenden Austritt aus der EU herrscht. Sie führt ihr Land seit Jahrzehnten unbeirrt durch alle Höhen und Tiefen. "Die Queen ist immer eine unpolitische Frau gewesen und hat auf diese Art und Weise die Krone und ihr Amt gut durch alle Zeiten gerettet", sagte der deutsche Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert.

Die Queen und Charles

Und genau da unterscheidet sie sich von ihrem Sohn, Prinz Charles. Menschenrechtler, Biobauer, Klimaschützer - viele Briten finden Charles eigenbrötlerisch und als Thronfolger zu politisch. Als etwa der chinesische Staatspräsident Xi Jinping zum Staatsbesuch nach London kam, blieb Charles dem Bankett fern. Das wurde als Protest gegen die Menschenrechtsverstöße in dem Land gedeutet.

90 Jahre: London feiert die Queen

Ab heute wird in London offiziell der 90. Geburtstag von Queen Elizabeth II. gefeiert.

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Drei Tage dauern die Feierlichkeiten, zu denen viele Ehrengäste erwartet werden.

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Ihren echten Geburtstag beging die Queen bereits am 21. April.

Aber im Juni ist das Wetter meist besser zum Feiern geeignet.

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Zum Auftakt gab es in der St. Pauls-Kathedrale in London einen Dankesgottesdienst - The National Service of Thanksgiving.

Viele Ehrengäste waren dabei.

Im Bild: Zara Phillips und ihr Ehemann, der Ex-Rugbyspieler, Mike Tindall.

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Londons neuer Bürgermeister Sadiq Khan und seine Frau Saadiya Khan.

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Begeistert werden Union Jacks geschwungen.

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Vor der Kathedrale warteten die Fans.

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Prinz William mit seiner Frau Kate.

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Prinz Harry mit Kate.

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Der Ex-Premierminister Tony Blair und seine Frau Cherie Blair.

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Sophie von Wessex.

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Prinzessin Anne.

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Der britische Premierminister Minister David Cameron (L), siene Frau Samantha mit Schatzkanzler George Osborne.

Sophie von Wessex.

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"Charles wird wahrscheinlich ein ganz anderer König sein", sagte Seelmann-Eggebert. "Wenn er auch als König weiter Farbe bekennt, dann kann er ganz leicht in Schwierigkeiten geraten." Britische Premierminister seien eine solche Einmischung nicht gewöhnt.

In einer neuen Biografie über den Thronfolger heißt es, er sei "hoffnungslos dünnhäutig" und intolerant gegenüber abweichenden Meinungen. Oft kränkelnd, nicht gerade sportlich und auch noch Angst vor Pferden - die Queen habe Charles für einen Spätzünder gehalten, schreibt Sally Bedell Smith, die bereits mehrere Bücher über die Royals verfasst hat, in ihrem jüngsten Werk.

Viele nahmen Charles sehr übel, dass er seine Frau Diana, die Königin der Herzen, mit seiner Dauer-Geliebten und späteren zweiten Frau Camilla betrog. Als dann auf Tonbandmitschnitten zu hören war, dass Charles so gern ein "Tampon" seiner Geliebten sein wollte, war für viele Briten klar: Er kann nicht König werden. Lieber wollten sie seinen Sohn William auf dem Thron sehen.

Die Empörung hat sich gelegt. Charles, der übrigens mit einem weißen Toilettensitz aus Leder auf Reisen gehen soll, und Camilla verschafften sich mit ihrer Arbeit viel Respekt. Auch Autorin Smith findet in ihrem Buch lobende Worte: Charles sei "emotional intelligent", ein Freigeist mit außerordentlichem Sinn für Ästhetik.

Schon seit mehr als 50 Jahren wird nach einem Bericht der britischen Zeitung "The Guardian" geplant, was wer wann im Todesfall der Queen zu tun hat. Seit etwa 20 Jahren werde daran bis ins letzte Detail gefeilt. Inzwischen treffen sich die Beteiligten, darunter Armee und Regierungsvertreter, schon zwei- bis dreimal im Jahr, wie es heißt. Doch glücklicherweise erfreut sich die Queen recht guter Gesundheit.

Wichtiger als ihr eigener Geburtstag dürfte ihr ein anderes Datum in diesem Jahr sein: Am 20. November ist sie 70 Jahre lang mit ihrem Philip verheiratet. Er gibt ihr stets Halt, wie sie betonte. In ihren stattlichen Prinzen hatte sie sich bereits mit 13 Jahren verliebt.

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